Sehen, staunen und erleben – auch das erwartet Besucher der aktuellen Ausstellung „Die Rhön – Geschichte einer Landschaft“ im Vonderau Museum. Interessierten Zuschauern erläuterte Bernadette Wrana in den Ausstellungsräumen, wie keltische Tongefäße entstehen.
Scherbenfunde
In sogenannter Wulsttechnik formte sie Gefäße von Hand und verzierte sie mit einfachen Mitteln. Als Vorlage dienten der Künstlerin aus Oberbernhards originale Scherbenfunde von der Ausgrabung des Jahres 2014 auf der Milseburg. Bei ihrer Vorführung stellte sie ein eisenzeitliches Vorratsgefäß her. Die zahlreichen Zuschauer bekamen dabei nicht nur einen plastischen Eindruck von der keltischen Keramikproduktion, sondern hatten auch Gelegenheit, sich einmal selbst in der Herstellung von Tongefäßen zu versuchen und kreierten so nach kurzer Zeit eigene kleine Kunstwerke aus Ton.
Farbspiele
Den interessierten Besuchern hatte Bernadette Wrana auch einige bereits fertige Gefäße mitgebracht. Spannend an diesen Rekonstruktionen ist neben dem Handaufbau auch der Brand im offenen Feuer, der zu unvorhersehbaren Farbspielen führt, die so anschaulich dargestellt werden konnten. Auf diese Technik hat sich die Künstlerin spezialisiert, um so dem historischen Vorbild möglichst nahe zu kommen.
Wer die Veranstaltung verpasst hat, bekommt am Sonntag, 13. September 2015, von 14:00 bis 16:00 Uhr die Gelegenheit eine weitere Vorführung von Bernadette Wrana mit dem Schwerpunkt „Gefäßformen und Stempel-Kerbschnittverzierung“ im Vonderau Museum zu besuchen.