Fulda. Der CDU-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl am 15. März in Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, sieht in dem Eika-Areal eine große Chance, um zusätzlichen studentischen Wohnraum zu schaffen. „Aufgrund der räumlichen Nähe zur Hochschule ist das Gelände hier hervorragend geeignet. Allerdings wäre es gut, wenn man nicht nur studentisches Wohnen, sondern möglicherweise auch Kulturangebote und Dienstleistungen in den Blick nehmen würde. Beispielsweise könnte man über ein Gründerzentrum für junge Unternehmen, die sich aus der Hochschule heraus entwickeln, nachdenken. Nicht zuletzt kommt auch eine Nutzung durch die Hochschule selbst, wie zum Beispiel Institute oder einzelne Fachbereiche, in Betracht.“
All diese Ideen hingen natürlich von einer vertieften Prüfung der baulichen Substanz, der baurechtlichen Rahmenbedingungen, der Investitionskosten und möglichen Einschränkungen durch den Denkmalschutz ab. „Für eine Nutzung als studentischen Wohnraum spricht, dass nach meinem Eindruck ein weiterer Bedarf besteht. Aus Gesprächen mit der Hochschule, Studenten und auch Anbietern von Wohnraum erfahre ich immer wieder, dass es insbesondere an Wohnraum für ausländische Studenten mangelt. Deshalb habe ich mich in meiner bisherigen Arbeit stets dafür eingesetzt, die Hochschule dabei zu unterstützen, weiteren Wohnraum zu schaffen“, erklärt Dr. Wingenfeld.
„Dabei ist es leider so, das Fulda aus meiner Sicht gegenüber anderen Hochschulstandorten in Hessen und Deutschland deutlich benachteiligt ist. Für 7500 Studenten stehen in Fulda nur 240 Plätze eines Studentenwerks zur Verfügung. Das sind gerade einmal 3 Prozent!“, stellt Wingenfeld fest. Im Bundesdurchschnitt und hessenweit stünden für rund 7 bis 8 Prozent der Studenten eines Hochschulstandorts kostengünstige Wohnheimplätze eines Studentenwerks zur Verfügung. Deshalb gebe es bei dem Engagement des zuständigen Studentenwerks Gießen erheblichen Nachholbedarf.
„Es freut mich, dass das Studentenwerk Gießen in Gesprächen mit mir erklärt hat, dass es hohes Interesse daran habe, weiteren Wohnraum – selbst oder in Zusammenarbeit mit anderen Investoren – zu schaffen. Dr. Wingenfeld: „Deshalb spreche ich mich anders als Herr Zwengel dafür aus, vor Kaufüberlegungen durch die Stadt zunächst zu versuchen, ob es gelingen kann, in Zusammenarbeit mit anerkannten Trägern von studentischen Wohnen, wie beispielsweise dem Studentenwerk, eine künftige Entwicklung des EIKA-Areals anzuheben“.