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Ausbildungsmarkt entwickelt sich positiv

Bad Hersfeld. Die Lage auf dem osthessischen Ausbildungsmarkt hat sich gebessert. Betriebe und Verwaltungen meldeten der Arbeitsagentur Bad Hersfeld zwar weniger Ausbildungsstellen, jedoch konnten nahezu alle besetzt werden. Zum Ende des Berichtsjahres waren noch 16 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Trotzdem zurückgehende Bewerberzahlen

Die Zahl der unversorgten Bewerber ist im Vergleich zum letzen Jahr um mehr als 60 Prozent zurückgegangen. Nur 26 Jugendliche hatten am 30. September noch keine Ausbildungsstelle oder Alternative. “Dieses positive Ergebnis freut mich sehr. Die Anstrengungen der Partner im Ausbildungspakt haben sehr entlastend gewirkt”, so das Fazit von Matthias Oppel, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld. “Sorgen bereiten mir die zurückgehenden Bewerberzahlen. Die Folgen des demografischen Wandels haben früher eingesetzt als erwartet. Wir müssen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln die Nachwuchskräfte für Unternehmen sichern, um den Fachkräftebedarf abdecken zu können”, so Oppel weiter.

Von Oktober des vergangenen Jahres bis Ende September meldeten sich bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld sowie der Arbeitsgemeinschaft im Altkreis Eschwege insgesamt 1618 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Dies waren 518 oder 24 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der von den Betrieben über die Arbeitsagentur oder Arbeitsgemeinschaft angebotenen Ausbildungsplätze sank um 55 oder 4 Prozent auf 1351. Am Ende der Berichtszeit blieben 44 oder 63 Prozent weniger als im letzen Jahr unversorgt.

Betriebe werden direkt angesprochen

Dies waren 26 Jugendliche ohne Lehrstelle oder sonstige Alternative. Einige Jugendliche gehen weiter zu einer allgemeinbildenden Schule oder Berufsfachschule oder besuchen einen geförderten Lehrgang. Aber auch die Betriebe erhielten nicht alle die gewünschten Auszubildenden. So blieben Ende September noch 16 Ausbildungsstellen unbesetzt, dies waren allerdings 69 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. “Zu beachten ist bei den Zahlen, dass es sich um eine so genannte Geschäftsstatistik handelt. Es werden nur diejenigen Stellen und Bewerber erfasst, die bei der Berufsberatung gemeldet sind. Viele Betriebe werden schon direkt von den Jugendlichen angesprochen. Oft erübrigt sich dann eine Meldung bei der Arbeitsagentur oder Arbeitsgemeinschaft”, erläutert Matthias Oppel. “Die Arbeitsagentur wird die noch unversorgten Bewerber gemeinsam mit den Kammern beraten und geeignete Angebote zur Ausbildung oder Qualifizierung unterbreiten”, verspricht der Chef der Agentur.

Die TOP 3 der im Berichtsjahr gemeldeten Ausbildungsstellen sind Kaufmann/-frau im Einzelhandel (83), Verkäufer/in (61) und Industriekaufmann/-frau (59). Die Plätze vier bis zehn teilen sich Industriemechaniker/in, Koch/Köchin, Hotelfachmann/-frau, Bankkaufmann/-frau, Bürokaufmann/-frau, Fachlagerist/in sowie Restaurantfachmann/-frau.

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