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MentorinnenNetzwerk – Im Tandem zum Erfolg

Frankfurt/Main. Das MentorinnenNetzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik der hessischen Hochschulen bietet auch für das Jahr 2009 ein einjähriges Mentoring-Programm an. Erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft und Wissenschaft begleiten dabei jeweils eine Studentin, Absolventin oder Nachwuchswissenschaftlerin. Sie unterstützen bei der Karriereplanung und ermöglichen einen praxisnahen Einblick ins Berufsleben. Gerade im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften sind Frauen noch immer deutlich unterrepräsentiert, vor allem in Führungspositionen. (Bild: Mentorin und Mentee im Gespräch).Als Mentees bewerben können sich ab sofort alle Studentinnen und Doktorandinnen in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen an hessischen Hochschulen. Und auch Mentorinnen werden gesucht. „Berufserfahrene Ingeneurinnen und Naturwissenschaftlerinnen, die bereit sind eine Studentin zu begleiten, sind herzlich eingeladen Mitglied im Netzwerk zu werden.“ ermutigt Dr. Ulrike Kéré, Geschäftsführerin des MentorinnenNetzwerks, Interessentinnen.

Sie betont, dass auch die Mentorinnen von dem Programm profitierten. Sie werden speziell für diese Aufgabe fortgebildet, können durch die Arbeit mit der Mentee ihre Führungs- und Beratungskompetenzen vertiefen und sich bei den Veranstaltungen des Rahmenprogramms mit anderen Fachfrauen vernetzen.

Durch die Reflexion des eigenen Werdegangs und die Weitergabe von Erfahrungen, erlebten viele Mentorinnen ihre Kompetenzen noch bewusster, so Kéré. Zudem könne die Vernetzung mit anderen Mentorinnen wichtige Impulse für die berufliche Weiterentwicklung geben. Und da die Mentees noch den direkten Bezug zu Wissenschaft und Universität haben, bleiben die Mentorinnen auf dem neuesten Forschungsstand.

Auf die Auswahl passender Mentoring-Tandems legt man im Hessischen Koordinierungsbüro, das an die Goethe-Universität angegliedert ist, großen Wert. Besondere Wünsche und Interessen der Mentees stehen im Zentrum des aufwändigen Verfahrens. Das so entstandene Tandem arbeitet dann für ein Jahr an Zielen, die zu Beginn der Kooperation festgelegt werden. Das kann der Berufseinstieg der Mentee sein, genauso wie die Entscheidung für oder gegen eine Promotion, ein Auslandsaufenthalt oder das Thema der Diplomarbeit.

Anmeldungen sind für Mentees bis zum 1.12.2008 und für Mentorinnen bis zum 15.1.2009 möglich unter www.MentorinnenNetzwerk.de. Auftakt für das Programm ist im Mai 2009. Die Mentoring-Kooperation wird durch ein Rahmenprogramm begleitet.

Angebote gibt es auch in den Bereichen Training und Networking. Workshops zu Themen wie Zeitmanagement und Selbstmarketing zielen vor allem auf den Erwerb von Soft Skills. Außerdem veranstaltet das MentorinnenNetzwerk Vernetzungstreffen und Exkursionen zu Wirtschaftsunternehmen und Forschungsinstituten, die sowohl den Austausch untereinander anregen als auch Einblicke ins Berufsleben gewähren.

Da die meisten Teilnehmerinnen auch nach Abschluss der Mentoring-Kooperation im Netzwerk verbleiben und die vielfältigen Angebote in Anspruch nehmen, ist das MentorinnenNetzwerk heute, zehn Jahre nach Gründung, mit 1200 Mitgliedern das größte Mentoring-Projekt in der europäischen Hochschullandschaft. Getragen wird die Einrichtung von den hessischen Hochschulen. Außerdem wird sie von Kooperationsunternehmen wie sanofi aventis, Merck, Heraeus und dem ZDF sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie der Gesellschaft für Schwerionenforschung und der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bild 2: Dr. Ulrike Kéré verfolgt den Vortrag einer Mentee

Bildquelle: MentorinnenNetzwerk

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