Fulda. Am Samstag, 10. Mai um 18:30 Uhr beginnt die Saison der Weinfeste im Fuldaer Weinberg im 25. Jahr des Weinhistorischen Konventes. Auch wenn die Fuldaer Weinfreunde – wie die Winzer in ganz Deutschland noch Frost und Hagel fürchten, sind sie doch auch froh, dass die Gäste am Samstag die neuen Austriebe bewundern können. Wie üblich gibt es die gute Bauernwurst, Käseteller, Bretzeln, Käsestangen und mehr für den Magen und gute Ausschlankweine – auch zwei neue Pfälzer Weine für den Gaumen. Die Veranstaltungen – jeweils am 2. Samstag in den Monaten Mai bis September sind auch die Gelegenheit für Neugierige Wein vom Frauenberg zu genießen. Am 14. Juni wird ja ganz groß im Rahmen des Tages der offenen Gärten am Frauenberg der 25. Geburtstag beim Rebblütenfest gefeiert.
Dass es gute Weine auch sonst in Deutschland gibt, haben über dreißig Vereinsmitglieder und Freunde am vorigen Wochenende erfahren. Eine Wein-Genussreise führte für 3 Tage an den Kaiserstuhl. Schon unterwegs – nach einer eindrucksvollen Station an der Autobahnkirche Baden-Baden – besuchten die Weinfreunde im Schloss Neuweier Robert Schätzle, einen jungen aufstrebenden Winzer, der auch im VdP, dem Verband der Prädikatswinzer engagiert ist. In Achkarren stelle das Weingut Isele pilzresistente Weine vor, also solche aus Neuzüchtungen, die den Befall etlicher Krankheiten verhindert. Diese Weine führten zu engagierten Fachsimpeleien über pro und contra, Chancen und Schwächen dieser Versuche.
Spannend war es, die ganz unterschiedlichen Winzertypen und Interpretationen der Kaiserstühler Weine zu erleben. Schon manchen Wein des Weinguts Köbelin, Eichstetten stellten die Probemeister bei Fuldaer Weinproben vor. Das auch architektonisch durchdachte – CO²-neutrale Weingut bot einen guten Einblick in die Wege naturnahen Weinbaus. Die Weingüter Bercher, Burkheim und Stigele in Ihringen bildeten weitere Stationen. Selbstverständlich gab es neben den Weingenüssen auch entsprechende kulinarische Spezialitäten. Die Rückfahrt führte über Riquewihr der „Württemberger-Stadt“ im Elsass in die Südpfalz. Die Station im Rosenhof – eigentlich nur zur Aufnahme neuer Ausschankweine gedacht – führte zu weiteren Verkostungen und Einkäufen und eine letzte Stärkung gab es im Weindorf des Landauer Maimarktes.
Interessant anregend, zugleich auch herausfordernd war die Fahrt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich schon jetzt auf die Tagesfahrt 2015 – wohl am 1. Mai – in die Pfalz freuen.