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Freizeitberater – Fluchthelfer aus dem Alltag – 40-jähriges Jubiläum in Fulda

40 Jahre FZB Treffen FD 2014 012bFulda. Anfang der 70-er Jahre wurde in Fulda die Ausbildung zum Freizeitberater ins Leben gerufen. Träger dieser Ausbildung, die einmalig im Bundesgebiet war, war der Landkreis Fulda. Über 4.000 Personen waren seinerzeit an der Ausbildung interessiert, aber nur 20 konnten jedes Jahr ausgebildet werden.  Der Prüfungsjahrgang 1974 feierte dieser Tage in Fulda sein 40-jähriges Ausbildungsjubiläum. Und 12 der ehemaligen Absolventen (18) waren aus dem ganzen Bundesgebiet nach Fulda gekommen, um mitzufeiern. Mit dabei waren auch der Ausbildungsleiter Prof. Dr. Peter Axt aus Petersberg und einer der damaligen Dozenten, Lothar Kolb.

Brigitte Auth, Trainerin der SG Johannesberg, hatte die Organisation der Veranstaltung übernommen. Neben dem geselligen Small-Talk und Erfahrungsaustausch, standen eine Stadtführung und ein Kneipenbummel (die Windmühle war seinerzeit die Stammkneipe) auf dem Programm. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Grillfest mit Paddelangebot am Bootshaus des Kanu-Club-Fulda. Hier hatten die jungen Freizeitberater seinerzeit einige Ausbildungsabschnitte zu bewältigen; der Kanu-Sport war fester Bestandteil der Ausbildung und wurde von Karl-Hermann Tautz, Werner Meier und Eddy Schütz unterrichtet.

Leider gibt es diesen Ausbildungsgang heute nicht mehr, obwohl die Bemühungen vorbildlich waren. Im Jahr 1975 gab es einen Antrag an den Hessischen Landtag zu prüfen, ob die Ausbildung zum Freizeitberater staatlich anerkannt und die Ausbildung als eigenständiger Kurs an der Fachschule Fulda angeboten werden kann http://starweb.hessen.de/cache/DRS/08/9/00379.pdf. In Zeitonline Karriere findet sich 1979 der Artikel zu der Ausbildung – Freizeitberater-Fluchtweg aus dem Alltag – und den Möglichkeiten http://www.zeit.de/1979/08/fluchthelfer-aus-dem-alltag.

Fazit: Die Ausbildung war super, aber die Chancen auf dem Arbeitsmarkt waren leider nicht so hervorragend. Nur etwa die Hälfte der Ausgebildeten sind oder waren in ihrem Beruf im Einsatz. Wahrscheinlich war die Zeit noch nicht reif genug.

Foto: Lothar Kolb
Text: Harald Piaskowski

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