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Ein Gemeinschaftswerk mit vielen Partnern – Aktionswochen, Kurse, Ausstellungen und vieles mehr

Stellten jetzt das Jahresprogramm 2014 für Umweltbildung und Umweltinformation im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön vor: Antje Schwanke (l.), Silvia Arnold (2.v.r.) und Maria Gutmann (r.) vom Informationszentrum „Haus der Schwarzen Berge“ in Wildflecken-Oberbach, Michael Dohrmann (6.v.l.) und Maik Prozeller (2.v.l.) vom Info-Zentrum „Haus der Langen Rhön“ in Oberelsbach, Joachim Schneider (4.v.l.) und Bernd Fischer (5.v.l.) von der Umweltbildungsstätte Oberelsbach,  der stellvertretende Landrat des Landkreises Bad Kissingen Emil Müller (5.v.r.), Jürgen Metz von der Kreisentwicklung des Landratsamtes Bad Kissingen (6.v.r.), die stellvertretende Leiterin der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön Dr. Doris Pokorny (3.v.l.), der Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. Klaus Spitzl (4.v.r.) und Geerd Müller von der Tourismus GmbH Bayerische Rhön (3.v.r.).        Foto: Carsten Kallenbach

Stellten jetzt das Jahresprogramm 2014 für Umweltbildung und Umweltinformation im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön vor: Antje Schwanke (l.), Silvia Arnold (2.v.r.) und Maria Gutmann (r.) vom Informationszentrum „Haus der Schwarzen Berge“ in Wildflecken-Oberbach, Michael Dohrmann (6.v.l.) und Maik Prozeller (2.v.l.) vom Info-Zentrum „Haus der Langen Rhön“ in Oberelsbach, Joachim Schneider (4.v.l.) und Bernd Fischer (5.v.l.) von der Umweltbildungsstätte Oberelsbach, der stellvertretende Landrat des Landkreises Bad Kissingen Emil Müller (5.v.r.), Jürgen Metz von der Kreisentwicklung des Landratsamtes Bad Kissingen (6.v.r.), die stellvertretende Leiterin der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön Dr. Doris Pokorny (3.v.l.), der Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. Klaus Spitzl (4.v.r.) und Geerd Müller von der Tourismus GmbH Bayerische Rhön (3.v.r.). Foto: Carsten Kallenbach

Rhön. Im Informationszentrum „Haus der Schwarzen Berge“ in Wildflecken-Oberbach wurde jetzt das Jahresprogramm 2014 für Umweltbildung und Umweltinformation im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön vorgestellt. Insgesamt sind 209 verschiedene Veranstaltungen geplant.

„Dieses sehr umfassende Jahresprogramm ist unter Mitwirkung vieler Partner entstanden. Es ist ein echtes Gemeinschaftswerk“, meinte der stellvertretende Landrat des Landkreises Bad Kissingen, Emil Müller. Das Programm im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und Information zeige, dass sich im Biosphärenreservat Rhön etwas bewegt. „Unser Biosphärenreservat ist sehenswert, und man kann es in Form von Vorträgen, Kursen oder Ausstellungen erleben“, hob Müller hervor.

Auch der Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V., Klaus Spitzl, wies auf die Vielfalt im Jahresprogramm hin. So gebe es Anfang März beispielsweise einen Kurs zum Flechten mit einheimischen Weiden, im Herbst ein Pilzseminar, und auch die zertifizierten Natur- und Landschaftsführer bringen ihre Erfahrungen zum Beispiel bei Wanderungen ein. Das Thema „Rhöniversum“ – der Zusammenschluss des Schullandheims Bauersberg, der Umweltbildungsstätte Oberelsbach und des Schullandheims und Jugendhauses Thüringer Hütte nehme in diesem Jahr einen großen Stellenwert ein. Die Lage der einzelnen Häuser mitten im Biosphärenreservat Rhön beziehungsweise sogar mitten im Dorf biete die große Chance, die Theorie so klein wie nötig und die Praxis, das eigene Erkunden und Ausprobieren so groß wie möglich zu schreiben.

Insgesamt, sagte Spitzl, werden in diesem Jahr 39 Ausstellungen eröffnet und 69 Kurse angeboten. Darunter befinde sich auch wieder der beliebte Bierbraukurs, zu dem bereits Gäste aus Stuttgart, Dresden und Hamburg begrüßt werden konnten. Ergänzt wird das Jahresprogramm durch 13 Vorträge, 45 Wanderungen, 28 Seminare und 15 Aktionswochen. Zu letzteren gehört erneut das Thema „Apfelsaft aus eigener Kraft“, also das Pressen von Rhöner Streuobst zu Saft.

Seinen Dank richtete Spitzl an die Finanzpartner des Trägerverbundes für die Umweltbildung und Umweltinformation, die das Jahresprogramm 2014 unterstützen: neben dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sind dies die Marktgemeinden Wildflecken und Oberelsbach sowie die Stadt Fladungen und die beiden Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. „Als Verein alleine könnten wir ein solches Vorhaben nie bewältigen“, sagte Spitzl.

Gleichzeitig wies der Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. auf einen besonderen Höhepunkt im Jahr 2014 hin: nämlich auf den Besuch einer Gruppe aus dem Partner-Biosphärenreservat in Südafrika in der Rhön. Der Besuch werde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen des entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramms gefördert. Die Verbindungsschule in der Rhön zwischen beiden Biosphärenreservaten sei das Martin-Pollich-Gymnasium in Mellrichstadt.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön habe einen klaren Bildungsauftrag, nämlich die Bildung für nachhaltige Entwicklung, betonte die stellvertretende Leiterin der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön, Dr. Doris Pokorny. Damit seien Biosphärenreservate Lernregionen, aber auch lernende Regionen. „Für diesen Auftrag brauchen wir starke Partner, und das ist der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V.“ Mit dem Programm für Umweltbildung und Umweltinformation würden Jahr für Jahr ganz unterschiedliche Zielgruppen, gerade auch in der Erwachsenenbildung, erreicht. Das Bildungsangebot greife auch Themen auf, die die Region bewegen: Im Bereich Natur stehe beispielsweise die Wildkatze in der Rhön ganz hoch im Kurs. Auch das Thema Kernzone sei für Bildungszwecke interessant – dort sei nämlich Wildnis erlebbar.

In diesem Zusammenhang wies Dr. Doris Pokorny auf das neue Bildungsangebot für alle Schulen unter dem Motto „Unterricht in der Wildnis – die Schule mal ganz anders – Schüler als Naturentdecker“ hin. Schüler können dabei einen Tag und eine Nacht lang als Naturentdecker in der Kernzone unterwegs sein. Dieses Bildungsangebot wird in Zusammenarbeit mit dem Wildpark Klaushof realisiert. Weitere Informationen dazu gibt es bei Claus Schenk oder Antje Schwanke im Informationszentrum „Haus der Schwarzen Berge“ in Wildflecken-Oberbach unter der Telefonnummer (0 97 49) 91 22 0.

Wenn die Erweiterung im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön von der UNESCO genehmigt sei, werde das Biosphärenreservat Rhön alles versuchen, um auch die Bildungsinfrastruktur in diesem Bereich zu erweitern, hob Dr. Doris Pokorny hervor. Allerdings sei die Mittelbereitstellung immer eine politische Frage. „Es ist offensichtlich, dass wir für das Erweiterungsgebiet des Biosphärenreservats Rhön auch entsprechende Bildungsangebote und -einrichtungen brauchen, aber das wird nicht von jetzt auf gleich gehen“, meinte auch Emil Müller. Das Erweiterungsgebiet im Süden des jetzigen Biosphärenreservats Rhön habe im Vergleich zur Rhön eine ganz andere Struktur und andere Schwerpunkte. „Aber genau das ergänzt das bisher bestehende Biosphärenreservat Rhön in einzigartiger Weise. Wir haben dann nämlich sogar Weinanbau im Biosphärenreservat Rhön“, sagte der stellvertretende Landrat von Bad Kissingen. Das Jahresprogramm 2014 für Umweltbildung und Umweltinformation im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön ist in den Informationszentren und Informationseinrichtungen der bayerischen Rhön erhältlich und steht im Internet als Download unter www.biosphaere-rhoen.de zur Verfügung.

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