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Interkommunale Zusammenarbeit auch beim Hochwasserschutz

Fulda. Der Vorstand des Abwasserverbandes Fulda hat in seiner letzten Sitzung der Vergabe von Ingenieurleistungen zur Untersuchung der hydraulischen Abflusssituation und der Vorplanung von Hochwasserschutzmaßnahmen in Pilgerzell, Engelhelms und Bronnzell in Höhe von 22.000 € zugestimmt, berichten die Verbandsvorsitzende des Abwasserverbandes Fulda, Fuldas Stadtbaurätin, Cornelia Zuschke, und ihr Stellvertreter, Künzells Bürgermeister Peter Meinecke, in einer Pressemitteilung.

„Urbane Sturzfluten“ so lautet der neue Fachbegriff für meist im Sommer auftretende Starkregenereignisse wie sie am 9. Juni und 6. August 2013 auch die Stadtregion Fulda heimgesucht haben. Bei dem Gewässer Wernau/Engelhelmsbach mit dem seitlichen Zufluss Steinbach war es durch den Starkregen am 9. Juni 2013 ohne Vorwarnzeit zu großen Überschwemmungen gekommen. Neben den Künzeller Ortsteilen Pilgerzell und Engelhelms war auch der unterhalb gelegene Fuldaer Stadtteil Bronnzell von erheblichen Schäden betroffen.

Unter Federführung des Abwasserverbandes Fulda wurde nun gemeinsam mit der Stadt Fulda und der Gemeinde Künzell ein Planungsauftrag an das Ingenieurbüro Falkenhahn, Fulda, vergeben, wobei die Planungskosten vom Verband und den Kommunen zu jeweils einem Drittel übernommen werden.

Auf der Basis von umfangreichen Geländeaufnahmen und Vermessungsarbeiten sowie der Betrachtung der Abflusssituation an Einzelstandorten erfolgt zunächst eine Grundlagenermittlung sowie eine hydrologische Gesamtbetrachtung der Einzugsgebiete der Gewässer. Darauf aufbauend werden dann mögliche Standorte für kommunale Bauwerke zum Hochwasserschutz, z. B. Hochwasserrückhalteflächen, ermittelt und diese im Rahmen einer Vorplanung auf ihre wasserwirtschaftliche Schutzfunktion bewertet.

Mit den Ergebnissen auch zu möglichen Standorten von Hochwasserschutzmaßnahmen ist im April 2014 zu rechnen. „Wir werden diese Ergebnisse dann auch insbesondere in den betroffenen Ortsteilen vorstellen und mit den Bürgern kommunizieren,“ berichten Zuschke und Meinecke abschließend.

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