Frankfurt am Main. Die Unternehmen in Hessen werden nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) zunehmend von älteren Beschäftigten geprägt. Die Zahl der Arbeitnehmer, die das 60. Lebensjahr erreicht oder überschritten haben ist im vergangenen Jahr um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und lag im Juni 2013 bei rund 131.000. Die TK beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
“Die Altersstruktur in den Belegschaften ändert sich kontinuierlich. In den vergangenen zehn Jahren hat sich in Hessen die Zahl der Arbeitnehmer ab 60 Jahren verdoppelt”, sagt Steve Steinberger, Präventionsberater der TK in Hessen. Der Anteil an den Beschäftigten insgesamt ist in dieser Zeit von 3 auf 5,7 Prozent gestiegen.
Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt, sind die “Silver worker” motiviert und leistungsbereit: Die Beschäftigten der Generation “60 plus” fühlen sich durch die Arbeit deutlich weniger belastet als ihre jüngeren Kollegen obwohl sie mehr arbeiten. Während von den älteren Beschäftigten nur rund 40 Prozent angaben, sich durch die Arbeit gestresst zu fühlen, waren es bei den Beschäftigen unter 35 Jahren immerhin 70 Prozent. Jeder sechste ältere Arbeitnehmer kommt auf eine Wochenarbeitszeit von 51 Stunden und mehr, bei den jüngeren ist das nur bei jedem zehnten der Fall.
“Die zunehmende Lebens- und Berufserfahrung führt oftmals dazu, dass die Belastungen besser verarbeitet werden können”, so Steinberger. “Das macht ältere Beschäftigte in vielen Unternehmen zu wertvollen Mitarbeitern.” Im Juni 2013 waren in Hessen 2,291 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das ist ein neuer Rekordwert.