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Manfred Herget mit Landesehrenbrief ausgezeichnet – Kommunalpolitiker und Taubenfreund aus Leidenschaft

Elisabeth Laudenbach, Manfred und Irmtraud Herget, dahinter Helmuth Sapper, Hans-Jörg Hauke u. Manfred Helfrich

Elisabeth Laudenbach, Manfred und Irmtraud Herget, dahinter Helmuth Sapper, Hans-Jörg Hauke u. Manfred Helfrich

Poppenhausen. Mit der Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen wurde Manfred Herget aus Poppenhausen-Sieblos für 43 Jahre langes besonders herausragendes Engagement für die Bürgergemeinschaft ausgezeichnet. Im Auftrag des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und in Vertretung von Landrat Bernd Woide verlieh Bürgermeister Manfred Helfrich den Landesehrenbrief an Manfred Herget, zu dessen 60. Geburtstag. Dieser war und ist in mehreren Bereichen über lange Jahre freiwillig ehrenamtlich engagiert.

Der Bürgermeister konstatierte: Wenn es der Staat, das Land und auf der unteren Ebene die Gemeinde ernst meinen mit der Wertschätzung von herausragendem ehrenamtlichen Engagement, so müsse man gemeinnütziges gemeinwohlorientiertes Handeln von Zeit zu Zeit auch honorieren. Dies könne u.a. durch die Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen geschehen.

Gerade weil sich Manfred Herget durch menschliche, soziale, personale und fachliche Kompetenz auszeichne, sei er ein sehr wertvoller Mitstreiter für die gute Sache. Menschen wie er könne man in vielen Bereichen gebrauchen, von dieser Sorte sollte es mehr geben. Wenn jemand flexible eingesetzt werden könne, so sei es keineswegs selbstverständlich, dass sich dieser Aktivposten auch in die Pflicht nehmen lässt. Dies sei bei Manfred Herget vorbildlich und beispielhaft, dessen langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten von Kontinuität und Nachhaltigkeit zeugen:

Im Brieftauben-Verein:

Als junger Mann im Alter von 17 Jahren fand Manfred Herget Freude und Erfüllung in der Zucht von Brieftauben. Er war im Jahr 1970 Gründungsmitglied und ist seit 1971, nunmehr seit 43 Jahren, Vorsitzender des Brieftaubenvereins „Luftbote Poppenhausen“. Außerdem hat er über einen langen Zeitraum das Amt des Kassierers übernommen. Auch in der Brieftauben-Reisevereinigung „RV 02 Fliedetal“ engagiert sich Manfred Herget bereits seit 25 Jahren als Vorsitzender und ist seit vielen Jahren zudem Einsatzstellenleiter für das Auflassen von Brieftauben in Schmalnau.

In der Kommunalpolitik:

Von 1972 – 1989 war Manfred Herget, der politisch interessiert war und ist, Mitglied der Jungen Union Gemeindeverband Poppenhausen, die Jugendorganisation der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU), der er als 35-jähriger beitrat. Neben der großen Politik interessierte ihn insbesondere die Kommunalpolitik in der neu gebildeten Großgemeinde Poppenhausen, die durch die Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Abtsroda, Gackenhof, Poppenhausen, Rodholz und Steinwand entstand.

Bei der Kommunalwahl im Jahr 1993 wurde Manfred Herget mit einem starken Ergebnis in die Gemeindevertretung seiner Heimartgemeinde gewählt. Bei den Poppenhausener Christdemokraten übernahm er fortan den Fraktionsvorsitz, den er heute noch innehat. Mit fundierter Sachkenntnis, dem nötigen Fingerspitzengefühl, Toleranz und einem gesunden Selbstbewusstsein führt er seither eine fast 30 Mitglieder starke Fraktion. Er arbeitet ziel- und sachorientiert und versteht es, die Fraktion zusammenzuhalten.

Seit 1993 bis heute gehört er zudem dem Haupt- und Finanzausschuss an und war von 1997 – 2001 Mitglied im Ausschuss für Bauwesen und Wegebau.

Sein gelebtes Motto lautet: Kommunalpolitik aus einem Guss. Trotz seines beispielhaften und vorbildlichen Engagements ist er sich bewusst, dass man als Gemeindevertreter nicht immer ein Erfolgserlebnis haben kann.

Auch im religiösen Bereich hat sich Manfred Herget für das Gemeinwohl eingebracht. Über den Zeitraum einer Dekade gehörte er von 1979 – 1989 dem Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde St. Georg in Poppenhausen an. Der Verwaltungsrat einer Kirchengemeinde ist zuständig für Vermögen, Gebäude, Grundstücke und Personal und ist das höchste Gremium einer Pfarrei in Vermögensangelegenheiten.

In diesem kollegialen Arbeitsgremium wurden über die bedeutenden Dinge der Kirchengemeinde beraten und entschieden. Darunter fielen u.a. Angelegenheiten des katholischen Kindergartens, der zahlreichen kirchlichen Liegenschaften, Entscheidungen über Baumaßnahmen und die Zusammenarbeit mit den kirchlichen und politischen Gremien. Aufgrund seiner bodenständigen und werteorientierten christlichen Grundhalten und als versierte Kenner und Fachmann des Bauwesens war Manfred Herget stets ein wertvoller Berater und damit ein Entscheidungshilfe.

Er ist auch Mitglied der Waldbesitzergemeinschaft Sieblos, ein Zusammenschluss von Waldbesitzern, die gemeinschaftlich den gemeinschaftlichen Waldbestand bewirtschaften und zudem eine eigene Wasserversorgung für Sieblos betreiben.

In einer engagierten Gemeinschaftsleistung wurde in den Jahren 2006-2008 ein Heizhaus mit Holzhackschnitzelverbrennung und Nahwärmeversorgungsleitung realisiert. Wegen der umfangreichen Eugenleistung und der pragmatischen Vorgehensweise war die Verwirklichung und ist der Betrieb der Hackgutheizungsanlage besonders wirtschaftlich. Seither gilt das Bioenergiedorf Sieblos als Vorzeigeprojekt über die Region Fulda und das Land Hessen hinaus. Als Baufachmann konnte er sein Fachwissen im Bauhandwerk, seine praktische Vorgehensweise einbringen.

Auch beim Amt für Bodenmanagement in Fulda, der ehemaligen Flurbereinigungsbehörde, engagierte sich Manfred Herget als Vorsitzender des Personalrates zehn Jahre lang für die Belange der Kolleginnen und Kollegen. Bei der Erfüllung dieser verantwortungsvollen Aufgabenstellung begünstigten ihn seine Kontaktfreudigkeit, seine breite Lebenserfahrung, sein ausgleichendes Wesen, sein zwischenmenschliches Gespür, seine Gelassenheit und die Rechtskenntnisse im Personalvertretungsrecht.

Zu den Gratulanten zählten auch die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Elisabeth Laudenbach, der Erste Beigeordnete Hans-Jörg Hauke und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Helmuth Sapper. Als Zeichen der Anerkennung für die jahrzehntelange Unterstützung überreichte Bürgermeister Manfred Helfrich an Ehefrau Irmtraud einen Blumenstrauß.

Der Geehrte selbst zeigte sich gerührt und bedankte sich für die Anerkennung, Wertschätzung und Würdigung. Die ehrenamtliche Arbeit mit und für die Menschen über die vielen Jahre seien für ihn Erfahrung, Bereicherung und Erfüllung zugleich gewesen. Er fühle sich motiviert, seine ehrenamtliche Tätigkeit für das Allgemeinwohl noch einige Jahre fortzuführen.

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