
Petersberg. Nach dem traditionellen Gottesdienst in der Kirche St. Peter in Petersberg begrüßte SchulÂleiter Dr. Rudolf Drexler die erfolgreichen Absolventen der Teil- und Vollzeitschulformen sowie zahlÂreiche Lehrer, Eltern, und Gäste in der voll besetzten Aula der Eduard-Stieler-Schule. Mit einem Exkurs in die Vergangenheit begann Drexler seine Ausführungen. So wurde das Foto einer engen Landstraße gezeigt, die an beiden Seiten mit Leitplanken beÂgrenzt war. So sei es in der Vergangenheit gewesen, wo man als junger Mensch einerseits eingeengt war, anÂdererseits aber auch geschützt zu einem bestimmten Ziel geführt wurde. Ein zweites Foto zeigte dann einen Salzsee, auf dem man überall fahren und seine Spuren hinterlassen kann, ohne eingeengt oder geschützt zu sein.
So hätten junge Menschen heute viel mehr Wahlmöglichkeiten aber auch Unsicherheiten auf ihrem Weg in die ZuÂkunft. WichÂtig seien zumindest ein Ziel, Ausdauer, ein entsprechendes Transportmittel, ProÂviant und Kenntnisse, wie man sich in entsprechenden Situationen verhalten soll. Und letzÂtere finden sich im Motto der Eduard-Stieler-Schule: „Erkenntnisse gewinnen, SelbstständigÂkeit entwiÂckeln und Sozialverantwortung übernehmen“.
In ihrer bewegenden Ansprache blickte die jetzige Lehrerin Lilia Schmidt auf die große Rolle, die die Eduard-Stieler-Schule in ihrem Leben spielte, zurück. An dieser Schule habe sich ihr Schicksal entschieden. Sie kam 1997 mit 16 Jahren nach Deutschland und durchlief im Hause in 6 Jahren diverse Schulformen bis hin zur AllÂgemeinen Hochschulreife. Da sie imÂmer eine Leidenschaft für die Mathematik hatte, verÂfolgte sie ihr Ziel beharrlich und studierte schließlich in Marburg Mathematik und Biologie. Lilia Schmidt bedankte sich dafür, dass man sie immer unterstützt hatte, bezeichnete Frau Ritz und Frau ManÂger als die „kompetentesten Lehrerinnen“, die sie je hatte, beendete ihre Ausführungen mit den Worten „Vielen Dank, Herr Kapteina für die deutsche Sprache“ und „Frau Schiffhauer, bin ich nur halb so vielseitig und so geduldig wie sie, dann bin ich gut“.
Anschließend bedankten sich die Schülervertreter Michelle Ihnot und Matthias Stickel für die zahlreichen auch praktischen Möglichkeiten, die die Schule ihnen geboten hatte. Dank ging an Herrn Richter in der Bibliothek, den Hausmeister Herrn Bernhard, die gesamte SchulleiÂtung und das Sekretariat sowie das Kollegium. Wichtig war für sie, dass sie gefördert und gefordert wurden. Sie endeten mit den Worten „Lasst es krachen, wir sind die Zukunft von morgen und alles Gute“.
Christiane Krahl bedankte sich als Vorsitzende des Schulelternbeirates bei allen, die dazu beigetragen haben, dass die Schüler heute die Abschlusszeugnisse erhalten können. So verlassen sie jetzt die Schule als geschützten Raum und müssen eine Auswahl treffen aus etwa 10.000 Studiengängen und zahlreichen Berufsausbildungen. Hätte man ein lohnensÂwertes Ziel, so solle man es nicht aus den Augen verlieren. Dabei ergeben sich manche Ziele erst beim Gehen oder auf Umwegen. Allen Absolventen wurden gute Wege und WegÂgefährten gewünscht.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Jürgen Schneller, ehrte die besten Absolventen der verÂschiedenen Schulformen mit Geschenkgutscheinen. Weitere Preise verlieh Dr. Drexler im Namen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an Lana Mohr, Nadja Schneider und Peter Link. Von der Gesellschaft Deutscher Chemiker überreichte Anette LeÂbeda das Buch „Chemische Köstlichkeiten“ an die besten Chemisch-Technischen Assistenten.
Dr. Drexler richtete schließlich einen Dank an die Eltern und entließ die Absolventen mit den besten Wünschen für Ihre Zukunft. Viel Applaus erhielt die extra für diesen Zweck gegründete Abiband für das musikalische Rahmenprogramm in einer unter der Leitung von Iris Stake mit Prüfungsarbeiten der FlorisÂtinnen geschmackvoll dekorierten Aula.
Text: Bernhard Ilsemann/Foto: Thimo Maase