
von links: Heiko Stock, Markus Wörner (beide Arbeitsgruppe Technische Infrastruktur und Siedlungsentwicklung), Matthias Sebald, Dr. Michael Glatthaar, Margit Kock-Wagner (Projektleitung), Thomas Schaumberg (Arbeitsgruppe Jugend, Bildung und Fachkräfte). Auf dem Foto fehlt Silvia Lucas, die ebenfalls dieser Arbeitsgruppe angehört. Hans-Dieter Herget (Arbeitsgruppe Pflege, Senioren, ärztliche Versorgung). Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis
Vogelsbergkreis. Wie soll die Region Vogelsberg im Jahr 2030 aussehen? Welche Anpassungsmaßnahmen müssen Landkreis und Kommunen vornehmen, um den demografischen Wandel zu bewältigen? Welche neuen, passenden Standards braucht der ländliche Raum? Über diese Fragestellungen wird im Rahmen des Modellvorhabens MORO „Erarbeitung einer Regionalstrategie Daseinsvorsorge“ seit Frühjahr 2012 in drei Arbeitskreisen fachlich intensiv diskutiert.
Die bisher diskutierten möglichen Szenarien sollen am 21. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt werden. „Wir wollen die Meinungen der Teilnehmer dieses Kongresses anhand einer Umfrage zu den verschiedenen Themen einholen“, erklärte Margit Wagner, die Projektkoordinatorin aus dem Amt für den ländlichen Raum und Daseinsvorsorge.
Die drei Arbeitsgruppen befassen sich mit folgenden Zukunftsthemen: „Technische Infrastruktur und Siedlungsentwicklung“ im Vogelsbergkreis, „Pflege, Senioren, ärztliche Versorgung“ sowie „Jugend, Bildung und Fachkräfte“. Es sei unverzichtbar, Meinungen von Bürgerinnen und Bürger zu diesen Themen zu hören. Ehrenamtliches und professionelles Wissen müsse in richtungsweisende Entscheidungen für morgen einbezogen werden, betonte Frau Wagner.
Dr. Michael Glatthaar, Diplomingenieur für Stadt- und Regionalplanung, begleitet den MORO-Prozess. Er stellte den Sprecherinnen und Sprechern der Arbeitsgruppen die aufbereiteten Daten anhand von Schautafeln vor, die auch als Grundlage für die Umfrage während des Kongresses dienen sollen. „Wir präsentieren jeweils die Ergebnisse und stellen dann verschiedene Alternativen zur Problemlösung zur Diskussion“, erklärte er. Der Kongress solle mithelfen, Handlungsempfehlungen für die hier verantwortliche Politik zu entwickeln, und zwar auf der Grundlage des dann entstandenen Meinungsbildes.
Dabei geht es grundsätzlich um folgende Fragen: Welche Angebote brauchen wir und welche können wir uns leisten? Wer erbringt künftig die notwendigen Leistungen der Daseinsvorsorge? Welche eigenen Rahmenbedingungen und geänderten Standards braucht der ländliche Raum dafür?
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich schon jetzt für den Kongress am Donnerstag, 21. Februar, anmelden unter Telefon 06641 977-3520 oder per Mail an margit.kock-wagner@vogelsbergkreis.de.