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„Ausbau der Erneuerbaren Energien“ zentrales Thema beim Burghauner Neujahrsempfang – Gastredner Dr. Franz Alt

Burghaun. Der diesjährige Neujahrsempfang der Marktgemeinde Burghaun und des Gewerbevereins fand am 17.01.2013 in der Haune-Halle in Burghaun statt. Dieser stand in diesem Jahr ganz unter dem Motto „Erneuerbare Energien“.Als Gastredner konnte der bekannte Fernsehmoderator und Buchautor, Dr. Franz Alt, in Burghaun begrüßt werden. Dass das Thema „Ausbau der Erneuerbaren Energien“ aktuell heiß gehandelt wird, ließ sich auch an der großen Zahl von Gästen in der Haune-Halle ablesen. Nicht zuletzt wird auch in Burghaun besonders der Ausbau der Windenergie durchaus kontrovers diskutiert.

Bürgermeister Alexander Hohmann bat bei allen Diskussionen und Entscheidungen zum Thema Windkraft auch mit einzubeziehen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien einmalige Chancen böte. Die Politik müsse diese Chancen zum Beispiel durch die Forderung von Bürgerbeteiligungsmodellen bei der Finanzierung  zu nutzen wissen. Er betonte, dass durch die Einbeziehung regionaler Partner wie den heimischen Banken und Firmen eine Kapitalbindung vor Ort gewährleistet werden könne.

Insgesamt stehen nach Aussage des Bürgermeisters in Burghaun die wirtschaftlichen Weichen auf Wachstum. Ein Beleg hierfür sei es, das es in der Gemeinde nahezu keine Arbeitslosen durch den kontinuierlichen Zuwachs von Arbeitstellen mehr gebe. Das neue Gewerbegebiet am Hünhaner Kreuz entwickele sich ausgezeichnet. An mittlerweile fünf Betriebe seien Grundstücke in einer Gesamtgröße von 1,5 ha veräußert worden. Hier entstünden in den kommenden Jahren zahlreiche neue Arbeits- und auch Ausbildungsplätze, wovon die Menschen vor Ort und auch die politische Gemeinde profitierten.

Auch auf den gemeindlichen Haushalt habe die positive Entwicklung spürbare Auswirkungen. In 2012 sei bereits ein Bilanzüberschuss von 1 Million Euro zu verzeichnen. In den Folgejahren werden in 2013 mit 1,4 Millionen und in 2014 mit 1,5 Millionen Euro gerechnet, so Bürgermeister Hohmann. Er erklärte, dass in den zurückliegenden Krisenjahren durchaus Schulden für eine positive Entwicklung  der gemeindlichen Infrastruktur gemacht worden seien. In den aktuell wirtschaftlich guten Zeiten gelte es nun die Verbindlichkeiten deutlich abzubauen.

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“, dies ist nicht nur der Titel eines Buches von Dr. Franz Alt sondern war auch der Leitfaden des Referenten bei seinem Vortrag  beim diesjährigen Neujahrsempfang in Burghaun. Die Sonne schicke uns täglich 10.000 bis 15.000 Mal soviel Energie wie die Menschheit an einem Tag verbrauchten. Dies sei eine Energiequelle, die noch lange nicht ausgeschöpft sei.

Franz Alt erläuterte jedoch auch andere Energiequellen, die uns die Natur auf der Erde schenkt. Neben Sonnenlicht böten Wind, Biomasse, Wasser und Erdwärme alternative, umweltfreundliche Energiequellen der Zukunft.

Dr. Alt legte den rund 200 Besuchern dar, dass wir ohne ein Umdenken und Umlenken schon sehr bald aus unserer Erde ein Treibhaus machen würden. Die Normaltemperaturen würden in den kommenden Jahrzehnten um 4,5 bis 8 Grad Celsius ansteigen, mit katastrophalen Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Bereits heute würden pro Tag 150 Tier- und Pflanzenarten ausgerottet und rund 50.000 Hektar Wüste jeden Tag neu entstehen. Das Erdölvorkommen werde nur noch für 20 bis 30 Jahre auseichen. All dies sei wissenschaftlich belegt und könne nicht ignoriert werden. Bereits in einigen Jahrzehnten werde Europa klimatisch ein Kontinent wie Afrika sein und der Kontinent Afrika werde durch den enormen Temperaturanstieg nicht mehr existieren.

Dr. Alt erklärte jedoch auch, dass mit konsequent-schnellem Handeln das Ruder noch umgerissen werden könne. Die Technik für eine Umstellung auf erneuerbare Energien sei da. Alt ist fest davon überzeugt, dass Mitte unseres Jahrhunderts eine 100-prozentige Umstellung auf erneuerbare Energien in ganz Europa möglich sei, denn es gebe kein Energieproblem auf diesem Planeten. Die effektivste Methode sei dabei zum heutigen Zeitpunkt die Windenergie. Auch dieses Potential müsse ausgeschöpft werden. Allen Kritikern von Windenergie gab er den Rat, sich direkt vor Ort ein Bild von Windparks zu machen. „Fahrt dort hin wo es bereits Windräder gibt und informiert euch“, so Alt. „Wer gegen Windkraft ist, der sei für Atomkraft“, so Dr. Franz Alt unmissverständlich.

In seinem Schlusswort lobte er die Marktgemeinde Burghaun für ihr Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien. Wenn Burghaun auf diesem Weg in dieser Form vorangehe, würden andere Kommunen folgen, denn wir alle brauchten Vorbilder.

 

 

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