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Vortrag des Fuldaer Geschichtsvereins: Die Orgelbauer-Familie Compenius aus Fulda

Fulda (cp). Über die Orgelbauer-Familie Compenius aus Fulda referiert auf Einladung des Fuldaer Geschichtsvereins Professor Gerhard Aumüller (Marburg) am 17. Januar 2013 im Vortragsraum des Vonderau Museums. Musikbeispiele werden den Vortrag, der um 19.30 Uhr beginnt und auch für Nichtmitglieder des Geschichtsvereins kostenfrei ist, ergänzen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der aus einer Fuldaer Handwerkerfamilie stammende Heinrich Cumpenius, der um 1535 geboren wurde und 1611 in Nordhausen starb. Er war zunächst Organist in Eisleben, später vorwiegend Orgelbauer in Erfurt und anschließend in Nordhausen. Von ihm stammt das als ältestes Orgelgehäuse Thüringens erhaltene Hauptwerk der Orgel in der Predigerkirche Erfurt. Sein bedeutendstes Werk war die 1587-90 erbaute, leider nicht erhaltene, Orgel des St. Petri-Doms in Fritzlar.

Mindestens drei, wahrscheinlich vier Söhne von Heinrich Cumpenius und sechs weitere Enkel und Urenkel wurden ebenfalls Orgelbauer in verschiedenen Orten Deutschlands, darunter der berühmte Esaias Compenius, dessen wundervolle Holzorgel in Schloss Frederiksborg in Dänemark nahezu unversehrt erhalten ist. Die Orgelbauer-Familie Compenius gehört mit den Familien Beck in Halberstadt und Scherer in Hamburg zu den wichtigsten Orgelbauern der Spätrenaissance in Deutschland.

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