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„Familie schaffen wir nur gemeinsam“ – Caritas-Jahreskampagne 2013 gestartet

Berlin, Fulda (cif). „Familien sind Leistungsträger in unserer Gesellschaft. Dies muss viel stärker anerkannt und die Rahmenbedingungen für Familien dringend verbessert werden“, machte Caritas-Präsident Prälat Dr. Peter Neher vor Journalisten in Berlin deutlich. Dabei seien sowohl die Arbeitgeber als auch die Politik gefordert. So müssten flexiblere Arbeitszeiten mit Hilfe von Zeitkonten ermöglicht werden und Teilzeitarbeitsplätze dürften nicht als Karriere-Ende verstanden werden. Zudem müssten Familien die Möglichkeiten haben, ihre Angehörigen in der letzten Lebensphase zu begleiten. „Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit“, betonte Neher zum Auftakt der diesjährigen Caritas-Kampagne „Familie schaffen wir nur gemeinsam.“

Im kommenden Jahr wird gemäß diesem Kampagnenmotto die Familie auch im Bistum Fulda im Blickpunkt stehen. „Jeder Mensch hat Familienerfahrung. Und die meisten jungen Menschen erklären auch, dass sie später eine eigene Familie gründen wollen“, erläutert dazu der Fuldaer Diözesan-Direktor Dr. Markus Juch. „Familie zu haben bedeutet für uns alle die Hoffnung auf Rückhalt und Solidarität. Familien stehen heute aber oft vielfältig unter Druck: Viele Eltern sind zum Beispiel wegen ihrer Kinder auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Besonders schwierig ist die Situation für Alleinerziehende und kinderreiche Familien!“

Die Caritas fordere daher mehr gesellschaftliche Solidarität mit den Familien. Caritas-Präsident Dr. Neher: „Die Gründung einer Familie darf nicht zum Armutsrisiko werden. Mit dem Elterngeld wurde ein Instrument geschaffen, das die materielle Situation von Familien verbessert. Dieses Instrument muss weiterentwickelt werden!“ Um Familien wirkliche Wahlfreiheit zu ermöglichen, müsse der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote dringend beschleunigt werden. „Entscheidend ist dabei, dass sich die Betreuungsangebote an den Bedürfnissen der Kinder orientieren und für alle bezahlbar sind“, so Neher.

Familienpolitik müsse Querschnittspolitik werden. Entscheidungen in allen Politikbereichen,  insbesondere in der Steuer- und Rentenpolitik, aber auch in der Wohnungs-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik, müssten das Kriterium der Familienverträglichkeit und Kinderfreundlichkeit erfüllen.

 

Weiter führende Informationen zur Caritas-Jahreskampagne im Netz unter www.caritas.de/familie.

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