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Jugendhilfe horizontal statt vertikal – Regionalteam Ost/Rhön stellt sich vor

Fulda. Wer neue Wege gehen will, muss alte Pfade verlassen, sagt man. Das Jugendamt des Landkreises Fulda hat sich bereits vor zwei Jahren auf den Weg gemacht, „Jugendhilfe“ anders zu denken und hat im Zuge dessen neue Strukturen entwickelt, mit denen man den gesellschaftlichen Veränderungen und Wandlungsprozessen innerhalb der Familien besser gerecht werden will.

Foto: Max Colin Heydenreich

In den vergangenen 20 Jahren war das Amt nach Sachgebieten gegliedert und man hat „vertikal“ – sprich nach Alphabet, Gemeinden oder Ortsteilen – gearbeitet. Bei der Jugendhilfe 2.0 stehen die Zeichen auf „horizontal“. Teamarbeit und Networking sind ausdrücklich erwünscht. Denn die Umstrukturierung wird getragen von der Vision der Sozialraumorientierung. Das bedeutet, Familien in ihrer Lebenswelt zu stärken und Aufgaben gemeinsam zu lösen.

Und so hat man das Jugendamt zum 14. September des vergangenen Jahres nach Regionen und Teams unterteilt. Es gibt nun insgesamt drei Regionalteams: Nord, Süd-West und Ost/Rhön. Letzteres ist das Team mit der größten Fläche und Fallzahl. Die Teamleitung obliegt Markus Dostal, der mit seinen 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Gemeinden Petersberg, Künzell, Dipperz Hofbieber, Hilders, Poppenhausen, Ehrenberg, Ebersburg sowie die Städte Tann und Gersfeld zuständig ist. Aufgabe des Regionalteams ist es, die individuellen Fragestellungen aus der Region aufzunehmen und Antworten gemeinsam mit den Familien bzw. Akteuren vor Ort zu finden.

Den Kern des Regionalteams Ost/Rhön bildet das sogenannte Fallteam, das sich aus Mitarbeitern des Sozialen Dienstes – dazu gehören Constanze Fiur, Irene Rohn, Werner Happ, Sabine Hohmann, Bernadette Mühlen, Astrid Sauer und Matthias von Keitz – sowie der Einzelfallhilfe – Monika Klüber und Hannah Fehre – zusammensetzt. Darüber hinaus besteht das Regionalteam aus weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wirtschaftlichen Jugendhilfe. So kümmern sich Rosalinde Kalschne und Theresa Mews um den Unterhaltsvorschuss und die Kinderbetreuung. Für die Beistandschaften sind Dorothee Bug-Brod und Sandra Babin zuständig. Die Kita-Fachaufsicht obliegt Claudia Heidler. Kerstin Hohmann ist Ansprechpartnerin im Bereich Kindertagespflege. Jutta Jahn, Sabine Quednau und Stephan Treger kümmern sich um die Vormundschaften. Diese drei Mitarbeiter sind organisatorisch zwar dem Team Ost/Rhön zugeordnet, arbeiten aber Regionalteam übergreifend. Darüber hinaus gehören Mareike Krenzer (Sekretariat) und Alexandra Beck (Buchhaltung) zum Team Ost/Rhön.

„Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die individuelle und soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Deshalb versprechen wir uns sehr viel von der Regionalisierung“, erklärt Regionalleiter Markus Dostal. „Mit dem Umbau der Jugendhilfe haben wir nämlich die Chance, niedrigschwellige Angebote und Lösungen auszubauen. Ferner sollen die Kooperation und Vernetzung innerhalb der Region z.B. mit Regionalen Arbeitsgemeinschaften gefördert werden, um letztendlich auch viel stärker präventiv tätig werden zu können. Unser Anliegen ist es, den Familien auf Augenhöhe zu begegnen, den Blick zu erweitern und maßgeschneiderte, am Einzelfall orientierte Hilfen zu entwickeln.“ Nun gelte es, die neuen Strukturen mit Leben zu füllen. Denn spätestens 2015, weiß Dostal, soll die „Umstrukturierung“ erfolgreich abgeschlossen sein, wobei das Projekt „Sozialraumorientierung“ immer weiter entwickelt werden müsse. ( Dorit Heydenreich)

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