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2013 endlich mit dem Rauchen aufhören

Frankfurt am Main. Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt. Den meisten Menschen dürften die guten Vorsätze, die sie sich für 2013 vorgenommen haben, also noch im Kopf sein. Auch viele der insgesamt 1,4 Millionen Raucher in Hessen planen, ihr Laster endlich loszuwerden. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen verrät, wie das gelingen kann. Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich bereits nach wenigen Minuten, weiß die TK-Präventionsexpertin Alexandra Schätzle. “Etwa 20 Minuten nach der letzten Zigarette sinken der Blutdruck und die Körpertemperatur auf das Niveau eines Nichtrauchers und nur 24 Stunden später verringert sich bereits das Herzinfarktrisiko.” Nach einem bis neun Monaten gewinnen Lunge und die Atemwege ihre normale Funktionsfähigkeit zurück. “Damit leiden die Betroffenen seltener unter Hustenanfällen, verstopften Nasennebenhöhlen und Kurzatmigkeit.” Langfristig lohnt es sich sogar noch mehr, mit dem Rauchen aufzuhören. “Zehn Jahre nach dem Rauchstopp hat sich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, halbiert. Und 15 Jahre nach der letzten Zigarette ist das Risiko einer Herzkrankheit nicht mehr höher, als bei einem Menschen, der noch nie geraucht hat”, sagt Schätzle.
Mit dem Rauchen aufzuhören ist natürlich leichter gesagt, als getan. Eine Patentmethode, mit der jeder vom Nikotin loskommt, gibt es leider nicht. Wichtig ist, dass der Raucher zuerst analysiert, in welchen Situationen er verstärkt zur Zigarette greift. “Wer Nikotin braucht, um Stress besser zu bewältigen, dem können Entspannungsübungen helfen”, erklärt Schätzle. Menschen, die fast nur in Gesellschaft rauchen, sollten gezielt den Kontakt zu Nichtrauchern suchen. Viele greifen zum Glimmstängel, weil sie hoffen, so ihr Gewicht leichter halten zu können. “Eine bewusstere Ernährung in Kombination mit Bewegung ist dafür aber die bessere Lösung.” Hilfreich ist auch, die Freizeit mit Aktivitäten zu verbringen, bei denen Rauchen nicht möglich ist – zum Beispiel Kinobesuche oder Sport.

Wer mit dem Rauchen aufhören will, braucht einen starken Willen und Durchhaltevermögen. Die Erfolgsaussicht wird erhöht, wenn außerdem Nikotinersatzpräparate, wie Pflaster, Sprays oder Kaugummis, zum Einsatz kommen. “Die Nikotinmenge wird dabei schrittweise reduziert. Körperliche Entzugserscheinungen und das Rauchverlangen werden so langsam gemildert”, erklärt Schätzle. Nikotinpräparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Mit ihnen schaffen doppelt so viele Raucher den Ausstieg als solche, die von jetzt auf gleich komplett auf Nikotin verzichten. E-Zigaretten hingegen helfen eher nicht bei der Raucherentwöhnung. Alexandra Schätzle: “Die E-Zigaretten-Raucher sind zwar den übrigen 4.000 giftigen Stoffen im Tabak nicht mehr so stark ausgesetzt, der Nikotingehalt ist allerdings genauso hoch wie bei einem herkömmlichen Glimmstängel.”

Die TK bietet ihren Versicherten online zudem einen Nichtraucher-Coach an. Dieser analysiert, welcher Rauchertyp der Betroffene ist, wie hoch sein Abhängigkeitsgrad ist und wie seine Lebensumstände aussehen. Unter Berücksichtigung dieser drei Faktoren gestaltet der Coach seine Empfehlungen individuell. Nach dem Abklingen der Entzugserscheinungen hilft das Programm dabei, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln. Der Coach rechnet außerdem mit, wie viel Geld der Raucher seit dem Nikotinstopp gespart hat. Mehr Infos gibt es unter https://ecoach.tk.de/nichtrauchercoach.

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