
Die 60 Jugendlichen konnten mir ihrer Aufführung des Musicals „Vom Sinn der Weihnacht“ beeindrucken und so 3.500€ Spendengelder für „Aktion Feuerkinder Tansania“ sammeln.
Petersberg. „Die Kirche bleibt wegen Musical geschlossen.“ Diese Nachricht war nach den Weihnachtsfeiertagen an der Rabanus-Maurus-Kirche in Petersberg zu lesen. Wie schon in 2006 wurde hier am 28. und 29. Dezember dreimal vor ausverkauftem (Kirchen-)Haus das Krippenspiel in der Musicalversion „Vom Sinn der Weihnacht“ von Komponist Steffen Dargatz aufgeführt. Die 60 Mitwirkenden stammen zum größten Teil aus der Pfarrjugend von Petersberg und Fulda/Ziehers Nord.
Das Musical beginnt mit der 9-jährigen Franzi, die am Heiligen Abend lieber mit ihrem neuen Computerspiel spielen möchte, anstatt in die Kirche zu gehen. Ihr Vater nimmt sie und das Publikum daraufhin mit auf die Suche nach dem eigentlichen Sinn von Weihnachten. Dabei erwacht die Weihnachtsgeschichte mit allen ihren Protagonisten zu neuem Leben.
„Ein Sinn von Weihnachten ist es, besonders auch an die Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht wie uns“, so Markus Goldbach, Gesamtleiter des Projektes. Und deshalb wurden nach allen drei Aufführungen Spenden für die „Aktion Feuerkinder Tansania“ gesammelt. Jahr für Jahr fährt ein Team bestehend aus Ärzten und Krankenschwestern für mehrere Wochen in das afrikanische Land, um dort Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderungen oder Brandverletzungen kostenlos zu operieren und zu verarzten.

In der Rolle von Joseph und Maria überzeugten Leonhard Schmidt und Luca Czwick und so wurden Gelder für „Aktion Feuerkinder Tansania“ gesammelt.
Die Petersberger Pfarrjugend konnte durch „Vom Sinn der Weihnacht“ 3.500 € Spendengelder sammeln und nach den Aufführungen an den Fuldaer Orthopäden Dr. med. Gerd Hohenberger überreichen. „Meine Familie und ich waren von der Spielfreude, dem Gesang und der Musik sehr beeindruckt. Es ist unglaublich, was die Jugendlichen auf die Beine gestellt haben und ich freue mich, dass sie es für einen guten Zweck getan haben“, resümiert Dr. Hohenberger, der ebenfalls zum Einsatzteam gehört, die 90minütige Musicalaufführung. Bis 2012 wurden in den 13 Jahren seit Gründung des Hilfsprojekts, bei 17 Einsätzen in Tansania 1.252 Operationen erfolgreich durchgeführt und 5.190 Patienten ambulant oder konservativ-stationär versorgt. Die von den Jugendlichen gesammelten Spendengelder werden für die zwei bis drei Einsätze in diesem Jahr verwendet.
Dass sich dieses Musical nicht hinter großen Produktionen verstecken muss, ist unter anderem der Professionalität von Martin Dölle (Ton) und Matthias Kowalski (Licht) zu verdanken. Die 30 Darsteller auf der Bühne wurden außerdem von einer Live-Band unter der Leitung von Komponist Steffen Dargatz erstklassig begleitet.

