Fulda. Mehr als 31 Jahre war sie als Pfarrerin im Dienst der Kirche. Die letzten zehn Jahre als Klinikseelsorgerin in der Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Fulda, sowie Altenheimseelsorgerin in St. Joseph, Lioba und Heilig-Geist. Schon vorher in ihrer 18-jährigen Zeit als Pfarrerin in Gersfeld lag ihr daran, nichts als Jesus allein zu predigen: „Elsemarie macht dich nicht selbst interessant, sondern sieh viel mehr zu, dass die Menschen die gute Botschaft ins Ohr und ins Herz bekommen“, so die scheidende Pfarrerin, die als Mutter auch eine neunköpfige Familie versorgt hat.Im Abschiedsgottesdienst stellte sie der versammelten Gemeinde im Heilig Geist Pflegeheim Maria Magdalena vor Augen. Sie suchte den Gestorbenen und fand den Lebendigen. Wie Maria war auch Pfarrerin Schmidt-Nohl beauftragt diesen Verkündigungsdienst zu übernehmen. Und sie tat es mit Leidenschaft.

Pfarrerin Nicola Haupt, Referentin für Sonderseelsorge der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, entließ die 62-jährige dann auch nicht aus ihrem Verkündigungsauftrag, den sie als Pfarrerin weiter ausüben darf, freiwillig und wo und wie viel sie gern möchte. Sie dankte ihr aber gerade für ihren zuletzt leidenschaftlich ausgeführten Dienst am Lebensanfang im Klinikum, sowie am Lebensende in den Alteneinrichtungen.

Neben Freunden, Weggefährten und Pfarrkollegen war auch Propst Bernd Böttner aus Hanau gekommen, sowie Vertreter der Stadt Fulda mit Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel, als auch der Direktor der Kinderklinik Prof. Dr. Reinald Repp, die ihr persönlich dankten und alles Gute wünschten. Nachfolger in den Stellen sind Pfarrerin Annett Schulte im Klinikum und Pfarrer Heinz-Georg Henning in der Seniorenseelsorge. Mit dem abschließenden Kanon aus Psalm 121 „Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang“ wurde Elsemarie Schmidt-Nohl in den aktiven Ruhestand verabschiedet.
Fotos: Stefan Bürger