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Fuldaer Freundeskreis St. Bonifatius beschäftigt sich mit der Situation der Kirche

Fulda (dk). Die Mitglieder des Fuldaer Freundeskreises St. Bonifatius beschäftigten sich bei ihrer jüngsten Versammlung mit der Situation der Kirche allgemein und mit der Ausbildung künftiger Priester. Prälat Hermann Mühl stimmte in seinem Beitrag nicht in das oft gehörte Wehklagen ein, das lautet: Mit der Kirche geht es beständig bergab. Der langjährige Fuldaer Domkapitular meinte, jedem Niedergang in der Kirche folge ein Aufschwung. Zurückhaltend sei er, wenn es darum gehe, wie ein künftiger Aufschwung auszusehen habe. Sicher sei jedoch ,,für alle Zeit”, so Prälat Mühl: ,,Gott sorgt für uns.“ Rückblickend stellte er fest, dass krisenhafte Situationen in der Kirche stets durch neue geistliche Bewegungen überwunden worden seien und für eine erneute Lebendigkeit in der Kirche gesorgt hätten.
Gefragt, wie die Ausbildung von Männern für das Priesteramt erfolge, sagte Regens Professor Cornelius Roth: ,,Ein Mann muss sich bei seiner Anmeldung im Seminar nicht sofort verpflichten, Priester zu werden.“ Die Entscheidung reife im Laufe der Zeit. Der Leiter der Ausbildungsstätte für Priester in der Bischofsstadt bezeichnete ,,das Seminar als Ort für die Männer, ihre Berufung zu prüfen“.

Zu Beginn der Veranstaltung im Parkhotel Kolpinghaus Fulda zeigte sich der Präsident des Freundeskreises St. Bonifatius ,,enttäuscht über meine CDU“. Winfried Rippert, der 27 Jahre der CDU-Fraktion im hessischen Landtag angehört hatte, beklagte, dass das Christliche in der Partei zu kurz komme, ,,im Gegensatz zu der Christlich-Sozialen Union in Bayern“. Rippert nannte das beschlossene Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr in der Familie betreuen, ,,richtig”. Selbst in der CDU gebe es dazu kritische Stimmen, obwohl damit die Wahlfreiheit für Eltern gestärkt werde. ,,Wir müssen uns in dieser Frage selbstbewusst in der Öffentlichkeit zu Wort melden, um an das Erziehungsrecht der Eltern zu erinnern“, rief Rippert die Mitglieder des Freundeskreises St. Bonifatius auf.

Der Freundeskreis unterstützt finanziell internationale und lokale soziale und kirchliche Projekte, bei Exkursionen werden die Heimat erkundet sowie Freundschaften im Ausland gepflegt. Vorträge zu kirchlichen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Themen ermöglichen engagierte Diskussionen.

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