Fulda (cp). „Die barocken Gebäude unserer Stadt sind ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen und Gäste aus der Region“, erklärt Oberbürgermeister Gerhard Möller und fügt hinzu, dass das geschichtsträchtige Stadtbild eine besondere Atmosphäre auch für die hiesige Bevölkerung schaffe. Daher sei es, laut Aussage von Stadtbaurätin Cornelia Zuschke, Aufgabe der Stadt, die historische Substanz Fuldas zu erhalten, diese bei der intensiven Nutzung der Gegenwart und den neuen energetischen Anforderungen wieder instand zu setzen. So stimmte der Magistrat der Stadt der Auftragsvergabe von Maler- und Putzarbeiten in den Historischen Räumen im Zuge der Sanierung im Kanzlerpalais in Höhe von rund 61.000 Euro zu. Außerdem billigte das Gremium die Auftragsvergabe für die Restaurierung bzw. Reinigung und Substanzsicherung der stuckierten Deckenflächen einschließlich Malerei im Fürstensaal des Stadtschlosses mit einem Gesamtbetrag in Höhe von etwa 43.000 Euro.
Zustimmung der Denkmalpflege
„Die Art und Weise der Wiederaufbereitung der historischen Decken- und Wandaufbauten im Kanzlerpalais sowie die Anpassung der Wandoberflächen an die zukünftige Seminarnutzung durch die städtische Volkshochschule wurden mit der Denkmalpflege abgestimmt“, berichtet Zuschke. Auch hinsichtlich der Arbeiten im Fürstensaal habe das Landesamt für Denkmalpflege seine Zustimmung zum Vorgehen erteilt. Eingebunden in die Maßnahme im Stadtschloss sind die Restauratoren Gisbert und Engelbert Seng, die bereits in den 1960er bis 1980er Jahren die Restaurierung der Historischen Räume des Stadtschlosses durchgeführt und somit einen entscheidenden Anteil am Erscheinungsbild der Räume haben. „Beide Restauratoren sind eng mit dem Stadtschloss verbunden und verfügen über die entsprechenden Detail- und Spezialkenntnisse, die für die Arbeiten notwendig sind – eine solche Konstellation mit gelebtem Wissen ist einzigartig“, so die Stadtbaurätin. Laut Oberbürgermeister sei es zudem erfreulich, dass die Aufträge an eine Fuldaer Firma vergeben werden konnten und somit die heimische Wirtschaft gestärkt werde.