Fulda, Freiburg (cif). Eine Delegation der Caritas aus Nakuru (Kenia), war in den vergangenen Tagen in Deutschland unterwegs. In Begleitung zweier Mitarbeiter von Caritas international aus Freiburg machten die Gäste aus Ostafrika auch Station in Fulda. Zur Delegation gehörten die stellvertretende Caritasdirektorin Pauline K. Thogo, der Projektleiter für Straßenkinder-Arbeit in Nakuru, Basil Munyao sowie der Student Peter Njuguna, der selbst fünf Jahre Straßenkind gewesen und durch das Caritas-Projekt resozialisiert worden war.
Auf Einladung der Caritas Fulda lernten die Gäste aus Kenia die Stadt Fulda bei einer Stadtführung kennen. Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch empfing die drei afrikanischen Caritasvertreter mit ihren Begleitern von Caritas international im Caritas-Haus neben dem Dom und stellte ihnen den Bistumsverband vor. Dabei betonte er, dass die Caritas in Osthessen großes Interesse an internationalen Kontakten und gemeinsamen Projekten habe. Dementsprechend hielte man bereits seit fünf Jahren intensiven Kontakt zur Behindertenhilfe in Iwano-Frankiwsk in der Ukraine. Der Fuldaer Caritas-Referent für Soziale Dienste Franz J. Meyer, zugleich offizieller Caritas International-Botschafter des Verbandes, erläuterte, dass man durch verschiedene Aktionen bereits intern bei den Mitarbeitern Spenden für das Projekt in Kenia eingeworben habe. So würden zum Beispiel durch „Coffee to help“ bei Konferenzen für den getrunkenen Tagungskaffee Münzen eingesammelt. Und bei den diesjährigen Hochgebirgsexerzitien wurden die gelaufenen Höhenmeter durch Sponsoring gleichfalls zu Gunsten der Straßenkinder in Nakuru umgemünzt.
Für Caritas International dankte der Delegationsbegleiter Stefan Teplan für diese Initiativen und dafür, dass man mit der Delegation im Rahmen der Aktion „Eine Million Sterne“ in Fulda Station machen und auf die Straßenkinderarbeit in Nakuru aufmerksam machen dürfe. Dem Besuch bei Caritasdirektor Juch schloss sich ein Fachgespräch mit Vertretern des Jugendhilfeverbundes St. Elisabeth in Fulda-Maberzell an. Dabei kam es auch zu einer herzlichen Begegnung der Delegation mit einem minderjährigen Flüchtlingsmädchen aus Kenia, das sich in Obhut der Caritas-Jugendhilfe befindet. Abschließend nahmen die Gäste an der Lichteraktion auf dem Universitätsplatz in der Fuldaer Innenstadt teil.