Written by 0:10 Alle Nachrichten

Genaue Höhe der Strompreisanpassung steht fest

Fulda. Wie andere Versorger in Deutschland sieht sich auch die Überlandwerk Fulda Aktiengesellschaft gezwungen, zum 1. Januar 2013 ihre Preise für die Stromversorgung anzuheben, heißt es in einer Pressemitteilung des Energieversorgers. Das stetige Fortschreiten der Energiewende führt dazu, dass erneut wesentliche Bestandteile des Strompreises ansteigen. Bei der ÜWAG steigt der Tarif für Kunden in der Grundversorgung deshalb um 13,8 Prozent. So macht im nächsten Jahr der von den Energieversorgern direkt beeinflussbare Anteil am Strompreis für Beschaffung und Vertrieb nur noch knapp 30 Prozent aus, während gut 50 Prozent durch staatliche Abgaben und Steuern festgelegt sind. Weitere rund 20 Prozent entfallen auf die regulierten Netznutzungsentgelte.

„Die staatlichen Preisbestandteile zwingen uns, bestimmte Umlagen an die Verbraucher weiterzugeben“, erklärte ÜWAG-Vorstand Günter Bury. „Der von den Energieversorgern beeinflussbare Anteil an den Strompreisen, der für Erzeugung, Transport und Vertrieb aufgewendet wird, ist seit 1998 nur um insgesamt etwa neun Prozent gestiegen. Steuern, Abgaben und Umlagen sind hingegen um 178 Prozent gestiegen.“

Für einen Drei-Personen-Musterhaushalt mit 3.500 kWh Verbrauch im Jahr in der Grundversorgung bedeutet dies Mehrkosten von brutto 10,97 Euro pro Monat. Die ÜWAG gibt auf die neuen Preise eine Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2013, sofern nicht staatliche Abgaben oder Steuern neu eingeführt oder erhöht werden. „Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Vorhaben, für das es weltweit kein Beispiel gibt“, so Günter Bury. „Allein die installierte Leistung an Sonnenstrom ist in den letzten fünf Jahren um mehr als 800 Prozent gestiegen. Die dadurch entstandenen Kosten verteuern den Strompreis. Wichtig ist eine gerechte Verteilung der Kosten auf alle Verbrauchergruppen durch den Gesetzgeber.“

Visited 4 times, 1 visit(s) today
Close