Fulda. Anlässlich der Fachtagung des Diakonischen Werkes zum Thema „Sucht und Haft – Zusammenarbeit in der Straffälligen- und Suchtkrankenhilfe“ in Fulda berichtete
Justizstaatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit , dass die Landesregierung die Kompetenz und Infrastruktur der freien Träger nutze, um eine vertrauensvolle Arbeit mit inhaftierten Drogenabhängigen mit Fachkräften zu erreichen. Das Justizministerium stelle dafür jährlich 850.000 Euro zur Verfügung.
Vermehrt komme in den Haftanstalten auch das Medikament „Methadon“ in geringer Dosierung zum Einsatz, um zu Beginn der Haftzeit die körperlichen Begleiterscheinungen des Entzuges zu mindern.
Seit April 2007 werden Gefangene mit besonderem Hilfebedarf – insbesondere Gefangene, die ohne staatliche Unterstützung wie Bewährungshelfer entlassen werden, durch die freie Straffälligenhilfe von Diakonischem Werk, Caritas, Haftentlassenenhilfe Frankfurt, Soziale Hilfe Kassel und der Arbeiterwohlfahrt betreut. Ziel sei es, so Justizstaatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit, Rückfälle zu vermeiden und dadurch den Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten zu erhöhen. Dies sei in der Phase der Wiedereingliederung besonders sinnvoll. Entlassene Gefangene seien oft nicht mehr ausreichend in der Lage, Arbeit und Wohnung zu finden und ihren Lebensunterhalt finanziell abzusichern. Die Landesregierung habe dieses „Übergangsmanagement“ mit jährlich 250.000 Euro Landesmitteln und 200.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) abgesichert.