Fulda. Vom 2. Juni bis 12. Juli 2008 führt DEKRA wieder kostenlose Sicherheitschecks an den Autos junger Verkehrsteilnehmer durch. In dieser Zeit können Jugendliche im Alter zwischen 18 und 25 Jahren ihre Fahrzeuge bei den Sachverständigen der DEKRA Prüfstelle in Fulda vorführen und auf sicherheitsrelevante Mängel begutachten lassen. Ziel dieser Verkehrssicherheitsaktion sei es, das Unfallrisiko dieser Altersgruppe auf ein Minimum zu reduzieren.
„Junge Fahrer sind häufig in älteren Autos unterwegs, die nach wie vor durch eine extrem hohe Mängelquote und ein überdurchschnittliches Unfallrisiko auffallen“, sagt Thorsten Goppel, Abteilungsleiter der DEKRA Niederlassung Fulda. Der Auto-Experte empfiehlt den jungen Fahrerinnen und Fahrer daher dringend, an der DEKRA Aktion „SafetyCheck“ teilzunehmen. Sie koste kein Geld und führe auch nicht zur Aberkennung einer vorhandenen Prüfplakette, falls erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt werden. Dafür erfahren die Teilnehmer anschaulich, wie es tatsächlich um die Sicherheit ihrer Fahrzeuge bestellt ist.
Die Sachverständigen nehmen Fahrwerk, Räder und Reifen unter die Lupe, untersuchen die Bremsen und prüfen Lenkung, Licht und Sicht. Zusätzlich checken sie Motor, Abgasanlage und Sicherheitsgurte.
Wie schon im Vorjahr hat der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, die Schirmherrschaft für die bundesweite Verkehrssicherheitsaktion „SafetyCheck“ des DEKRA übernommen. „Leider sterben noch immer zu viele Jugendliche im Straßenverkehr. Daher freue ich mich über diese sinnvolle Sicherheitsinitiative von DEKRA“, so der Bundesverkehrsminister während der Auftaktveranstaltung am 21. Mai dieses Jahres in Berlin.
In 2007 prüfte DEKRA im Rahmen der „SafetyCheck“-Aktion bundesweit 14.000 Autos und fand dabei über 37.000 Mängel. Mehr als drei Viertel (83 Prozent) der Pkw wiesen erhebliche Sicherheitsmängel auf. Im Durchschnitt waren die untersuchten Fahrzeuge 10,8 Jahre alt und hatten im Mittel rund 115.000 Kilometer absolviert. Nur die Hälfte von ihnen verfügte über Sicherheitseinrichtungen wie Fahrerairbag, ABS oder ESP.
Insgesamt 84.303 junge Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren verunglückten bei Verkehrsunfällen in 2006 auf deutschen Straßen. 1.011 von ihnen kamen dabei ums Leben. „Aus diesem Grund haben wir uns für eine Neuauflage der erfolgversprechenden Verkehrssicherheitsaktion „SafetyCheck“ in 2008 entschieden“, erklärte Goppel.