Alsfeld. Gemeinsam mit Schulleiterin Helga Stock besprach Schuldezernent Hanns Michael Diening vor Kurzem die seither ausgeführten Arbeiten sowie die Fortführung der vor fünf Jahren begonnen Gesamtsanierung des Schulstandortes Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Alsfeld. In diesem Jahr steht die Komplettsanierung der Naturwissenschaften einschließlich neuer Geräte auf der Tagesordnung des Gebäudemanagements der Kreisverwaltung. Einschließlich dieser Maßnahme wird dann der Landkreis rund 9,3 Millionen Euro investiert haben. Ausstehend sind dann noch Unterrichtsräume im Untergeschoss des Bauteils B sowie neue Verwaltungsräume.
Seit 2007 sind bereits umfangreiche Arbeiten ausgeführt worden. Als erster Bauabschnitt erfolgte der Neubau eines Klassentraktes mit 12 Klassen und zwei Fachräumen auf der Südostseite des Schulgrundstücks.
Die Sanierung der äußeren Gebäudehüllen der unterschiedlichen Bauten des Standortes begann im Jahr 2009. Dabei kamen erhebliche Mittel des Konjunkturprogramms „gut zur Hilfe“, so Kreisbeigeordneter Diening. Dach, Fenster und Fassaden wurden saniert. Energiesparen und Nachhaltigkeit waren hier erneut der „übliche Vogelsberger Standard“, so Diening. Die Sanierungsarbeiten im Inneren des viergeschossigen Klassentraktes schlossen sich nahtlos an. Mit der Umsetzung wurde die Grundlage für „erhebliche Einsparungen beim Energieverbrauch“ geschaffen, so Hanns Michael Diening. Es werden nun pro Jahr nicht mehr als 25 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr verbraucht.
Die komplette Haustechnik aus Heizflächen, Lüftungsanlagen, Gebäudeautomation und Elektrotechnik bildeten im Zusammenwirken mit den baulichen Sanierungsarbeiten für Decken, Wände Böden das Thema der Jahre 2010 und 2011. Die nachgerüsteten Lüftungsanlagen sichern eine ausreichende Raumlufthygiene wirken sich darüber hinaus durch die effiziente Wärmerückgewinnung sehr energiesparend aus, erläuterte Projektleiter Jürgen Henke.
Die in diesem Gebäude vorhandenen naturwissenschaftlichen Räume wurden in diesem Rahmen komplett neu eingerichtet. Der Verbesserung des baulichen Brandschutzes wurde mit der Neuerrichtung eines zweiten Fluchttreppenhauses auf der Nordseite dieses Klassentraktes Rechnung getragen. Zentral im Treppenhauskern hat der Vogelsbergkreis die barrierefreie Erschließung mit einem behindertengerechten Aufzug ausführen lassen. Ende 2010 wurden die Sanierungsarbeiten an diesem viergeschossigen Klassentrakt abgeschlossen.
Parallel wurde mit dem Neubau des Mehrzweckgebäudes auf der Nordwestseite begonnen. Dieser Gebäudeteil, auf der Freifläche zwischen der GSS und der Albert-Schweitzer-Schule angeordnet, stellte den Ersatz für die frühere Aula dar und ist insbesondere ein Herzstück für den Fachbereich Musik, erklärte Schulleiterin Helga Stock.