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Kreisverwaltung beteiligte sich an Schweigeminute

Vogelsbergkreis. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung in Lauterbach beteiligten sich an einer Schweigeminute, in der überall in Deutschland der Opfer des Neonazi-Terrors gedacht wurde. Der Personalrat hatte zu der Gedenkminute aufgerufen und unterstützte damit die Aktion des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des Bundesverbandes der Deutschen Arbeitgeberverbände. In Berlin hatte Bundeskanzlerin Merkel in der zentralen Gedenkfeier die zehn Morde als eine Schande für Deutschland bezeichnet.
Das sind die Opfer, die in der Zeit von September 2000 bis April 2007 ermordet worden waren: Enver Simsek (Nürnberg), Abdurrahim Özudogru (Nürnberg), Süleyman Tasköprü (Hamburg), Habil Kilic (München), Mehmet Turgut (Rostock), Ismail Yasar (Nürnberg), Theodorus Boulgarides (München), Mehmet Kubasik (Dortmund), Halit Yozgat (Kassel), Michele Kiesewetter (Polizistin, Heilbronn). „Einzeln und frei wie ein Baum – und brüderlich wie ein Wald. Das ist unsere Sehnsucht.“ Dieses Zitat des türkischen Dichters Nazim Hikmet, genannt von einer Rednerin in Berlin, beschreibt, um es was bei der Verteidigung von Freiheit und Demokratie geht.

Im Vogelsbergkreis gibt es seit vielen Jahren gut vernetzte Aktivitäten für Freiheit, gegen Rassismus, für Toleranz und Demokratie. Die Teilnehmer an der Gedenkminute vor dem Kreishaus hielten ein Transparent des Bundesjugendministeriums „Toleranz fördern – Kompetenz stärken – Gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ in ihren Händen. Toleranz fördern, so heißt das Projekt, das im Vogelsberger Jugendamt verortet ist. Das Vorgängerprogramm hieß „Vielfalt im Vogelsbergkreis“.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützte Projekte im Vogelsbergkreis, die sich für die Schaffung eines toleranten und fremdenfreundlichen Klimas einsetzen und gleichzeitig offensiv rechtsextremen und fremdenfeindlichen Tendenzen entgegen wirken. Der Rahmen dafür war und ist der Lokale Aktionsplan des Vogelsbergkreises, der vom Kreistag einstimmig verabschiedet wurde. Mit den vielfältigen Aktionen wurden über 4000 junge Menschen im Landkreis erreicht.

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