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Familiengerechtigkeit in der Sozialversicherung: Generationenvertrag muss neu verhandelt werden

Fulda. Der Familienbund der Katholiken unterstützt den Vorstoß der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Fraktion für mehr Familiengerechtigkeit in den sozialen Sicherungssystemen. „Es ist höchste Zeit, den  Generationenvertrag in den Sozialversicherungen neu zu verhandeln.  Die strukturelle Benachteiligung von Familien muss endlich beseitigt werden“, sagte heute die Vorsitzende des Familienbundes der Katholiken Diözesanverband Fulda, Gudrun André.

Es ist eine der wichtigen Gestaltungsaufgaben der Politik, unsere Sozialversicherung angesichts des demografischen Wandels zukunftsfest zu machen. Dazu gehört auch die   gerechtere Verteilung der Nutzen und Lasten des Generationenvertrages.  „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass der Nutzen des Generationenvertrages sozialisiert die finanziellen Lasten für Kinder bei den Eltern privatisiert werden“, so Gudrun André.

Damit werden diejenigen bestraft, die neben der Beitragszahlung auch den generativen Beitrag leisten. Dies widerspricht nicht nur dem Prinzip der Generationengerechtigkeit, sondern zugleich der Forderung des Bundesverfassungsgerichts, „mit jedem Reformschritt die Benachteiligung von Familien in der Sozialversicherung spürbar zu verringern“, sagte Gudrun André.  Bislang habe die Politik keine wesentlichen Anstrengungen unternommen, um diesen Missstand zu beseitigen. Es sei gut, dass die Politik jetzt aus ihrer Tatenlosigkeit erwache.

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