Hünfeld. Bei der Untersuchung von Zuleitungskanälen mit Hausanschlüssen im Rahmen der Eigenkontrollverordnung wollen die vier Kommunen der Interkommunalen Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel kooperieren. Wie die Lenkungsgruppe der Arbeitsgemeinschaft in ihrer letzten Sitzung in Rasdorf beschloss, wird eine gemeinsame Vergabe dieser Leistungen an Fachfirmen angestrebt. Darüber hinaus soll das gesamte Verfahren einschließlich der Auswertung gemeinsam durchgeführt werden.
Während Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und seine Amtskollegen Alexander Hohmann, Burghaun, und Berthold Körbel, Rasdorf, eine Kooperation in diesem Bereich zusagten, will Nüsttals Bürgermeister Hermann Trabert, der ebenfalls eine Beteiligung in Aussicht gestellt hat, sich noch mit der Nachbargemeinde Hofbieber abstimmen. Die Lenkungsgruppe der vier Bürgermeister hat entschieden, auch eine offizielle Anfrage an die Marktgemeinde Eiterfeld zu richten, um diese zu einer Kooperation bei dieser Aufgabe einzuladen. Insgesamt müssen allein in Hünfeld 3.400, in Burghaun 1.800, in Nüsttal 800 und in Rasdorf 600 Hausanschlussleitungen bis zum Jahr 2024 untersucht werden. In Hünfeld kommen noch 2.100 Straßeneinläufe hinzu, in den anderen Mitgliedskommunen wird deren Zahl gegenwärtig noch ermittelt.
Die Entwässerungssatzung der Stadt Hünfeld sieht bereits vor, dass diese Untersuchungen über die Abwassergebühren solidarisch finanziert werden sollen. In den anderen Kommunen stehen entsprechende Satzungsregelungen noch aus. Die Grundstückseigentümer sollen, sofern Schäden festgestellt werden, auch eine Sanierungsempfehlung erhalten. Optional soll den Grundstückseigentümern darüber hinaus angeboten werden, eine weitergehende Digitalisierung und Einmessung ihrer Hausanschlussleitungen anzubieten.