Fulda/Berlin. Energieeffizienz und Leichtbau beim „Auto der Zukunft“ war Thema des Besuchs von Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, und MdB Michael Brand am Hauptsitz der EDAG Group in Fulda. Braun war nach Fulda gekommen, um den Förderbescheid des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an die EDAG bezüglich eines Forschungsvorhabens zum “Auto der Zukunft” persönlich zu übergeben. Die Bundesregierung unterstützt bis 2014 die Forschungsaktivitäten der EDAG Group im Rahmen eines Verbundprojekts mit anderen namhaften Partnern zur Entwicklung immer energieeffizienterer Automobile. Das Forschungsvorhaben „Prozesskette zur Ressourcen-effizienten Composite-Herstellung für die Elektro-Mobilität“ wird vom Bund mit einem Betrag von insgesamt 1,53 Mio. Euro unterstützt.
Braun hob die “zentrale Bedeutung der Energieeinsparung für Klima und Energiekosten” hervor und bezeichnete “die Forschung zum energieeffizienten Auto als einen wichtigen Beitrag, um die führende Rolle der Automobilnation Deutschland im weltweiten Wettbewerb auch in Zukunft zu behaupten.” „Wir freuen uns über die Förderung unserer Projekte und begrüßen, dass die Bundesregierung das Thema „Leichtbaukompetenz“ als Zukunftsthema unterstützen wird“, so Jörg Ohlsen, CEO der EDAG Group. Bei der Entwicklung von Fahrzeugen gilt das Thema Leichtbau als Königsdisziplin und ist durch die aktuellen Anstrengungen der Automobilindustrie, zukünftig mehr Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen, wieder deutlich in den Fokus der Branche gerückt. Die Elektrofahrzeuge von morgen müssen leichter werden, um ein mehr an Reichweite zu erzielen und das heute noch relativ hohe Gewicht der Batteriepakete weiter zu kompensieren.
Michael Brand, MdB und Wahlkreisabgeordneter aus Fulda, zeigte sich “erfreut über die Unterstützung des Bundes in einem echten Zukunftsthema und beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der EDAG, die bei Leichtbau wie bei Elektromobilität national wie global einen exzellenten Ruf genießt – und damit ein Beispiel für den leistungsstarken Mittelstand in Deutschland darstellt”.
Die EDAG Group als führendes unabhängiges Entwicklungsunternehmen hat diesen Anforderungen durch die Gründung der Kompetenz-Center für „Elektromobilität“ und „Leichtbau“ in Fulda bereits vor einigen Jahren Rechnung getragen. „Als Engineering Unternehmen sind wir per se das Bindeglied zwischen Herstellern, Forschung und den Zulieferunternehmen“, unterstreicht Dr. Martin Hillebrecht, Leiter des EDAG Kompetenz-Centers-Leichtbau. „Wir sind die Technik-Scouts zum Thema Leichtbau und treiben alle innovativen Ansätze – von Faserverbundwerkstoffen über Aluminium bis hin zu neuen Stahlgütern voran. Als unabhängiger Fahrzeugentwickler hört man in der Automobilindustrie auf unsere Empfehlungen; vor allem in Bezug auf die spätere Umsetzbarkeit und Kosten der Konzepte in der Serienproduktion.“
Die EDAG Group hat mit ihrem mehrfach prämierten „EDAG –Light Car“ (einem Design-Konzept für ein zukünftiges Elektrofahrzeug) und dem dazugehörigen Technologieträger, der alle aktuellen Leichtbaukonzepte in einer Fahrzeugstruktur zeigt, bereits ihre Kompetenzen sichtbar unter Beweis gestellt und in der Branche einen vielbeachteten Impuls gesetzt. „Wir investieren gerne in solche Projekte, um die spezifischen Kompetenzen im Haus EDAG weiter auszubauen und natürlich auch öffentlich zu demonstrieren“, unterstrich Jörg Ohlsen.
„Große Forschungsprojekte können wir finanziell nicht alleine stemmen, da wir als Entwickler später nicht am Verkauf der Fahrzeuge partizipieren und ein Rückfluss der Investition nur zu einem Bruchteil erfolgen kann. Hier benötigen wir die Allianz mit der Politik und ihren Förderinstrumenten, um das wichtige Zukunftsthema „Leichtbau“ weiter vorantreiben zu können“. Bundesabgeordneter Michael Brand und Staatssekretär Dr. Helge Braun nutzten bei ihrem Besuch die Gelegenheit, um die Schwerpunkte der von der Bundesregierung aufgelegten Technologie-Förderprogramme mit den Bedürfnissen der Industrie abzugleichen.