Fulda. Zu einem Vortrag und Podiumsgespräch am Dienstag, 17. Januar von 17 Uhr bis 19.30 Uhr zum Thema „Wege inklusiver Schulbildung“ lädt die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Stadt und Landkreis Fulda in das Evangelische Zentrum Haus Oranien, Heinrich-von-Bibra-Platz; in Fulda ein. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Fuldaer Bürgermeisters Dr. Wolfgang Dippel. Mit der Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland verpflichtet, Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung das gemeinsame Lernen zu ermöglichen – ein Ziel, das uns alle vor große Herausforderungen stellt. Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Stadt und Landkreis Fulda und das Fuldaer Bündnis Aktion Grundgesetz möchten den Fuldaer Bürger/innen mit der Veranstaltung die Gelegenheit bieten, sich zu informieren und auszutauschen.
Frau Dr. Irmtraud Schnell – Universität Frankfurt – wird die aktuelle Gesetzeslage in Hessen in einem Vortrag erläutern. Im anschließenden offenen Podiumsgespräch werden Wege hin zu einer inklusiven Schule erörtert. Besondere Impulse kommen von Hubert Kallien, Leiter des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Bad Bevensen (Niedersachsen) und von der Auszubildenden Carolin Fischer, die über ihre Erfahrungen als schwerbehinderte Schülerin einer Regelschule berichten wird.
Die Veranstalter wünschen sich für das Podiumsgespräch einen offenen Austausch mit der Zuhörerschaft – nicht nur über bereits erzielte Erfolge auf dem Weg in eine inklusive Schulbildung, sondern auch über Bedenken, Sorgen und Skepsis, die vor allem angesichts knapper finanzieller Mittel nur zu verständlich sind. Die Veranstaltung steht im Rahmen der Fuldaer „Aktion Grundgesetz“, die jedes Jahr am 5. Mai (Europäischer Protesttag für die Menschen mit Behinderung) stattfindet. Der Aktionstag stand 2011 unter dem Motto „Wege inklusiver Schulbildung“; Aktivitäten dazu werden bis zum nächsten Aktionstag am 5. Mai 2012 fortgeführt.