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Förderbescheid des Landes Hessen über 178 000 Euro für geplante generationsübergreifende Begegnungsstätte in Burghaun übergeben

Burghaun. Als „Projekt mit Vorbildcharakter und einem zukunftsweisenden Konzept“ haben sowohl der Kasseler Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke als auch Fuldas Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld das „Zentrum für Senioren und Soziales – Generationentreff“ gewürdigt, das derzeit in Hünfeld entsteht. Bauherr ist der DRK-Kreisverband Hünfeld, maßgeblich beteiligt die interkommunale Arbeits-gemeinschaft „Hessisches Kegelspiel“, der die Stadt Hünfeld, die Marktgemeinde Burghaun sowie die Gemeinden Rasdorf und Nüsttal angehören. Burghaun konnte sich am Dienstag dieser Woche über einen Zuschuss in Höhe von 178 000 Euro freuen. Der Förderbescheid, überbracht vom Regierungspräsidenten, soll für die Umgestaltung einer generationsübergreifenden Begegnungsstätte im Städeweg 7 verwandt werden.

Zielsetzung der Arbeitsgemeinschaft war es gewesen, Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und auf die Veränderungen in der Gesellschaft zu finden. Da-für wird seit März die Unterkunft des DRK-Kreisverbandes Hünfeld in der Mackenzeller Straße für rund 3,5 Millionen Euro umgestaltet, wobei sich der Landkreis daran mit 125 000 Euro beteiligt. Dem Bau vorausgegangen war eine umfangreiche Machbarkeitsstudie, in deren Entwicklung kommunale Mandatsträger sowie zahlreiche ehrenamtliche Repräsentanten von Vereinen, Kirchen, Hilfsorganisationen und anderen Trägern sozialer Projekte eingebunden waren. Und zu diesem geplanten dezentralen Netzwerk gehören Räumlichkeiten, die in Nüsttal, Rasdorf und eben Burghaun für Angebote vor Ort geschaffen werden.

Als Hausherr hieß Bürgermeister Alexander Hohmann die Gäste willkommen, darunter seine Amtskollegen Hermann Trabert (Nüsttal) und Berthold Körbel (Rasdorf), den Hünfelder DRK-Kreisgeschäftsführer Hans-Herbert Knittel und Elisabeth Wink, die der Burghauner DRK-Ortsgruppe vorsteht. Der Besuch des Regierungspräsidenten sei sehnsüchtig erwartet worden, so Hohmann, der das Konzept dieses interkommunalen Generationentreffs vorstellte. In den früheren Verwaltungsräumen des Unternehmens Element Six – laut Bürgermeister „mit 350 Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber hier vor Ort“ – hat im Obergeschoß bereits eine private Nachhilfeschule ihr Domizil bezogen. Das Erdgeschoß sei dem geplanten Pro-jekt vorbehalten, solle barrierefrei gestaltet und mit einem Küchenbereich ausgestattet werden. Auch der Außenbereich werde mit altersgerechten Pflanz- und Blumenbeeten sowie einer Terrasse nutzbar gemacht. Nachdem Element Six das Gebäude dem DRK-Kreisverband Hünfeld geschenkt hatte, habe die Gemeinde Burghaun es für 20 Jahre ge-pachtet.

Mit dieser Begegnungsstätte wolle man den Bedürfnissen und den geänderten Ansprüchen gerade älterer Menschen gerecht werden. Maßgebliche Unterstützung dabei leisteten be-sonders das DRK, der VdK und die beiden Kirchen. „Eine wichtige Aufgabe kommt der Ko-ordinierungsstelle in Hünfeld zu; allerdings ist es gut, dass nach dem Prinzip der kurzen Wege ganz im Sinne der Senioren auch in den drei anderen beteiligten Kommunen Depen-dancen eingerichtet werden.“

Regierungspräsident Lübcke lobte den Landkreis Fulda für seine Zielsetzung, „den Lebens-wert gerade im ländlichen Raum zu erhalten“. Daher sei es wichtig, solche Herausforderungen interkommunal anzugehen und ein Netzwerk innerhalb der Kommunen aufzubauen, an dem sich Jung und Alt beteiligen könnten. „So ein Netz ist allerdings nur so stark, wie seine Knoten sind“, betonte Lübcke. Die geplante generationsübergreifende Begegnungsstätte sei eine Einrichtung, „die den Menschen als Schwerpunkt hat“, und die Arbeit des DRK segens-reich.

Auch Erster Kreisbeigeordneter Wingenfeld freute sich darüber, „dass hier in Burghaun die Begegnung und das Miteinander im Vordergrund stehen werden“. Grundgedanke der Mehr-generationenarbeit sei es, gerade auch älteren Menschen ein möglichst lebenswertes Leben vor Ort und die Teilnahme daran zu gewährleisten. Der Erste Kreisbeigeordnete des Land-kreises Fulda dankte allen Engagierten, besonders denen im DRK-Kreisverband Hünfeld, „denn dies ist zwar ein kleiner, aber sehr schlagkräftiger Verband“. Zudem lobte Wingenfeld die „vorbildhafte interkommunale Zusammenarbeit im Hessischen Kegelspiel“.

Bevor Bürgermeister Hohmann den Ehrengästen einen neuen Bildband über alte Burghau-ner Gaststätten überreichte, ging der Erste Kreisbeigeordnete noch auf den aktuellen Sachstand bezüglich „Rettungsdienste“ ein, da zu dem Gesamtkonzept des Gebäudes im Städeweg 7 auch die Rettungswache gehört. Wingenfeld zufolge „werden wir vielleicht Ende Januar mit der Auswertung für den Landkreis Fulda fertig sein. Diese Strukturanalyse zeigt auf, wo und wie wir im Bereich des Rettungsdienstes aufgestellt sind und in welche Richtung sich das Ganze weiterentwickeln kann.“

Zum Foto: Freude über den Förderbescheid, den Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (Zweiter von links) überbrachte, gab es  bei Repräsentanten der DRK-Ortsvereinigung Burghaun sowie bei Hünfelds DRK-Kreisgeschäftsführer Hans-Herbert Knittel, den Bürgermeistern Hermann Trabert und Berthold Körbel, dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld und natürlich Burghauns Bürgermeister Alexander Hohmann (hintere Reihe von rechts).

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