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Tagung zum Inklusionssport in der Praxis – und wie weiter?

Fulda. Anfang November fand an der Hochschule Fulda eine erfolgreiche Arbeitstagung “Inklusion von Menschen mit Behinderung im Sport – Theorie versus Wirklichkeit?“ statt. Die Frage nach der Umsetzung von Vorstellungen in die Praxis regte sofort zur lebhaften Diskussion an. Die Erkenntnisse aus verschiedenen Sportangeboten eines Projektes unter Anleitung von Prof. Dr. Ludwig und Judith Obermayer boten eine gute Grundlage zum Meinungsaustausch. Die Vielfalt von Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen verdeutlichten die Ergebnisse mit inklusiven Gruppen in einem Sportverein, als „Neue Rückenschule“ unter dem Dach des Vereins „Jeder ist anders“ oder im Rahmen eines gemeinsamen Sportangebotes mit Studierenden und Schülern der „Startbahn“.

Auch die Zielrichtungen können vielgestaltig sein: Wettkampfsport, Freizeitsport, Rehabilitationssport – es gibt eigentlich keine Grenzen. Doch die Diskussionen bewiesen noch viel Klärungsbedarf. Fragen der inhaltlichen Gestaltung eines auf jedes Individuum gerichteten stark differenzierten Sports auf der einen Seite, sowie die Rahmenbedingungen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Sport ihrer Wahl gilt es zu klären. Dabei sind vor allem Verantwortungsträger des Sports, der Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, der kommunalen Politik gefragt.

Angeregt wurde die Weiterführung der Diskussion, an der sich dann auch die Verantwortlichen beteiligen sollten. Wiederkehrende Fragen zur Umsetzung von Inklusion rankten sich um die Themen: Rahmenbedingungen von Inklusion sowie die inhaltliche Gestaltung der Inklusion. Die Palette reichte von behindertengerechten (vor allem rollstuhlgerechten) Zugängen – einschließlich der Parkmöglichkeiten) bis zur Konsequenz der personellen Unterstützung, sie tangierten die Übungsleiterausbildung ebenso wie die Frage nach persönlicher Assistenz. Vermisst wurden dabei Ansprechpartner aus den Reihen von Entscheidungsträgern. Die Veranstaltung verstand sich als Startschuss, um durch weiterführende Gespräche Schritte zur Umsetzung von Inklusion im Sport zu fixieren und zu gestalten.

Die Beteiligten an der abschließenden Diskussionsrunde bekundeten ihr Interesse an der weiteren Kooperation, betonten die Notwendigkeit zur Bildung eines entsprechenden Netzwerkes. Die Fachtagung an der Hochschule Fulda bot den Grundstock zur Implementierung und Unterstützung bei der Umsetzung nachhaltiger Angebote zur Inklusion von Menschen im Sport in der Region Fulda. Für eine entsprechende Arbeitsgruppe sind Interessenten, Ansprechpartner gesucht, die sich zwecks Terminabsprache bis zum 21. 11. 2011 unter gudrun.ludwig@sk.hs-fulda.de melden sollten.

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