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Meilenstein-Studie für die Herz-Kreislauftherapie in Fulda präsentiert

Fulda. Am 16.04.2008 fand das Ontarget-Ergebnisforum im Maritim Hotel am Schlossgarten in Fulda statt. Zum 20-jährigen Jubiläum der Medizinischen Klinik I am Klinikum Fulda diskutierten Ärzte des Klinikum Fulda auf Einladung von Boehringer Ingelheim die aktuelle Herz-Kreislauftherapie.

Nur wenige Tage nach der Präsentation auf dem amerikanischen Kardiologenkongress in Chicago stellten Prof. Dr. Gerd Bönner (Median Klinik Baden, Bad Krozingen) und Priv.-Doz. Dr. Stefan Kääb (München, Klinikum Großhadern) unter der Moderation von Prof. Dr. Tassilo Bonzel und Priv.-Doz. Dr. Hilmar Dörge (beide Klinikum Fulda) den niedergelassenen Kollegen aus der Region die Ergebnisse der Meilenstein-Studie ONTARGET vor.

Das Ontarget-Ergebnisforum fand zum 20-jährigen Jubiläum der Medizinischen Klinik I am Klinikum Fulda statt. Die Medizinische Klinik I wurde als eigenständige Kardiologie am 1. April 1988 unter der Leitung von Prof. Dr. Tassilo Bonzel im Klinikum Fulda gegründet. Der Herzspezialist Prof. Dr. Tassilo Bonzel, Klinikum Fulda, führte im Rahmen der Tagung bei einem Rückblick über „20 Jahre Medizinischen Klinik I – 1988 bis 2008“ in die enormen Fortschritte der Herzinfarkttherapie ein, an denen das Klinikum Fulda beteiligt war.

Seit etwa 10 Jahren nimmt die altersbezogene Sterblichkeit an Herzinfarkt in den entwickelten Ländern ab – in Hessen mehr als im Bundesdurchschnitt und in Fulda nochmals mehr als im übrigen Hessen.

Der leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik I, Dr. Gerhard Strupp, und der Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgische, Priv.-Doz. Dr. Hilmar Dörge, stellten bei der Tagung die neuesten Verbesserungen der chirurgischen und kathetertechnischen Therapie der Koronaren Herzkrankheit vor, die wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben. Mit modernen Stents und Kathetern oder mit modernen Bypass-Verfahren (in Kombination mit einer guten medikamentösen Therapie) können lebensverlängernde Eingriffe auch noch bei älteren Patienten über 80 Jahre durchgeführt werden, die von der Arteriosklerose besonders häufig betroffen sind.

Aber auch bei der medikamentösen Langzeittherapie wurden lebensverlängernde Fortschritte gemacht. Etwa 60 Jahre ist es her, seit die Gefahr der Arteriosklerose erstmals systematisch in Framingham bei Boston untersucht wurde – die Basis für die Erkenntnisse einer gesunden Lebensführung und der medikamentösen Therapie. Der Höhepunkt der Tagung betrifft daher die neueste Langzeitbehandlung der Herzinfarktkrankheit als Ursache der allgemeinen Arteriosklerose. Es besteht gute Aussicht, diese Behandlung in naher Zukunft nochmals zu verbessern. Das Risiko von koronarer Herzerkrankung, Herzinfarkt, Schlaganfall und arterieller Verschlusserkrankung kann sich verringern.

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