Poppenhausen. Für die Luftkurortgemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe) hat das Landesprogramm der Dorferneuerung eine große Bedeutung. Innerhalb der vergangenen 30 Jahre haben vier der insgesamt fünf Ortsteile davon profitiert. Zahlreiche wertschöpfende Maßnahmen im öffentlichen wie auch gerade im privaten Bereich konnten durchgeführt werden.
Die Gestaltung der Ortsteile und die Infrastruktur haben ebenso gewonnen wie auch der gesellschaftliche Zusammenhalt in den jeweiligen Ortsteilen. Im Jahr 2002 hat die Gemeinde Poppenhausen mit dem Ortsteil Abtsroda nach Abschluss der Dorferneuerung zuletzt an dem Landeswettbewerb „Unser Dorf“ teilgenommen und im Regionalentscheid einen respektablen 2. Preis erzielen können. Der Ortsteil Rodholz befindet sich derzeit im Abschluss des Dorferneuerungsverfahrens.
Nachdem nun unter der neuen Überschrift „Unser Dorf hat Zukunft“ der Landeswettbewerb erneut ausgeschrieben wurde, informierte Anke Schlosser vom Fachbereich Dorf- und Regionalentwicklung beim Landrat des Landkreises Fulda mit einer Präsentation über die Teilnahme- und Bewertungskriterien. Bürgermeister Manfred Helfrich hatte das Thema zudem in den Ortsbeiräten und mit einem Teil der Bürgerschaft beraten, bevor die Entscheidung fiel, am ausgeschriebenen Landeswettbewerb teilzunehmen.
Ein Schwerpunkt des Wettbewerbs ist das besondere und herausragende Engagement der Bürgerinnen und Bürger für eine hoffnungsvolle und zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Dörfer im ländlichen Raum. Bei der Bewertung sind folgende Kriterien von Bedeutung:
• Die allgemeine Entwicklung des Ortes (10 Punkte)
• Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen (35 Punkte)
• Die Baugestaltung und die Bauentwicklung (20 Punkte)
• Die Grüngestaltung und die Grünentwicklung (25 Punkte)
• Das Dorf in der Landschaft (10 Punkte)
Die Bürger der beiden Poppenhausener Ortsteile Abtsroda (mit Tränkhof, Sieblos und Abtsroda) und Rodholz (mit Rodholz, Schwarzerden und mehreren Siedlungsbereichen) sind mit ihrem Bürgermeister Manfred Helfrich zuversichtlich, dass sie jeweils gute Voraussetzungen haben, erfolgreich am Landeswettbewerb teilzunehmen.
Auf jeden Fall will man sich die vorhandenen Potentiale aktivieren, um sich zum noch festzulegenden Zeitpunkt (zwischen Juni und September 2008) selbstbewusst und attraktiv aber in jedem Fall auch authentisch der bewertenden Juri präsentieren.
„Ich werde den Landeswettbewerb nach den gegebenen Möglichkeiten begleiten und die Bürgerschaft nach Kräften unterstützen“, so der Bürgermeister, der sich dabei noch einen Nebeneffekt erhofft: „Die Bürgerschaft hält mit dem Ziel des gemeinsamen Erfolgs zusammen. – Eine überaus wertvolle gesellschaftspolitische Auswirkung!“