Written by 0:08 Alle Nachrichten

Wie erkläre ich Kindern die Brandverhütung?

Hilders. Zu einem zweitägigen Seminar mit der Thematik Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung in der Kindertagesstätte und Grundschule trafen sich 24 Teilnehmer in Hilders. Zu dem Teilnehmerkreis zählten nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch Erzieher und Lehrkräfte aus dem gesamten Landkreis Fulda. Zielsetzung dieser Fortbildung war unter anderem die Vorgehensweise bei der Vermittlung im Brandverhalten von Kindern und Jugendlichen Techniken und Ideen zu erfahren sowie Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltung wurde vom Arbeitskreis Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Fulda unter Federführung von Kreisbrandmeister Dirk Wächtersbach organisiert und durchgeführt.

Nach der Begrüßung und einer Vorstellungsrunde folgte eine kurze Darstellung der Rechtlichen Grundlagen zur Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung nach den verschiedenen Gesetzeswerken. Der Aufbau der Feuerwehrstruktur wurde für Feuerwehrfremdeteilnehmer abschließend an Hand einer Präsentation dargestellt. Die Entwicklung von Kindern und heranwachsenden Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Merkmalen wurden von Karina Grösch vermittelt. Anschließend folgte eine praktische Übung bei der Fachbegriffe kindgerecht und einfach erklärt werden mussten. So kann man beispielsweise den Hydrant als Wasserhahn der Feuerwehr bezeichnen. Der Rauch ist ein gefährliches Gift zum Einatmen.

Das Zündmittel sind Streichhölzer oder ein Feuerzeug. Die Gefahrensituation ist etwas gefährliches und man bekommt Angst. Weitere solch ähnliche Begriffe musste jeder Seminarteilnehmer in der kindgerechten Sprache erklären. Jürgen Herberich stellte hierzu verschiedene Materialien vor, die als Hilfsmittel in der Brandschutzerziehung eingesetzt werden können. Dazu zählten Fotos mit Unfalldarstellungen, das Verbrennungsdreieck um die Vorraussetzungen zum Brand zu erklären. Weiterhin kann man kleine Mengen brennbare Stoffe bei einem Versuch einsetzten.

Ein kleines Miniaturbrandhaus dient beispielsweise dazu, dass man den Kindern erklären kann, wie schnell sich der Rauch ausbreitet. Ein Informationsblatt mit Adressen, wo man im Netz nützliche Arbeitshilfen bekommen kann rundete das Thema ab. Roland Müller stellte mit einfachen Mitteln eine mögliche Einheit in einer Kindertagesstätte und Grundschule dar. Er setzte verschiedene Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr ein, um zu zeigen, womit eine Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann bekleidet ist. An Hand von Spielzeugfahrzeugen und einem Luftballon wurde ein Luftheber nachgestellt. Mit einer einfachen Werkzeugzange stellte er die Funktionsweise einer Rettungsschere dar.

Die Ausarbeitung von weiteren Unterrichtseinheiten wie der Notruf, das anzünden einer Kerze, der Rauchmelder, ein Alarmplan für die Kindertagesstätte sowie der Fluchtweg mit der dazugehörigen Präsentation durch die Teilnehmer in Kleingruppen rundete das Seminar am darauffolgenden Abend ab. Der Seminarleiter Dirk Wächtersbach sprach abschließend von einem erfolgreichen Seminar, bei dem alle Anwesenden wieder viele neue Ideen für die Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung gesammelt haben um es in ihrer Einrichtung die Gefahrenabwehr den Kindern  zu vermitteln. Dies trägt dazu bei, dass man die Brandgefahren reduziert und Gefahren rechtzeitig vorbeugt. (sh)

Visited 1 times, 1 visit(s) today
Close