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MdB Brand: “Frühgeburtsstation muss erhalten bleiben!”

Fulda. “Die Frühchenstation am Klinikum Fulda muss erhalten bleiben!” Dies forderte der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand bei einem Besuch der Station im Klinikum Fulda und sagte seine „volle Unterstützung zu, das Aus dieser so wichtigen Arbeit für Kinder und Eltern abzuwenden“. Der sogenannte “Gemeinsame Bundesausschuss” (GA) habe “als Organ der Selbstverwaltung, nicht der Politik, im Gesundheitswesen in diesem Fall seine gesetzliche Verantwortung falsch wahrgenommen”, kritisierte Brand.

Brand hat inzwischen bereits mit Bundesgesundheitsminister Rösler und Landesgesundheitsminister Grüttner gesprochen. Im Gespräch mit Landesgesundheitsminister Grüttner ging es auch um eine mögliche Ausnahmegenehmigung – die der Beschluss des GA ausdrücklich vorsieht – zum Erhalt der Station, falls der GA und die Krankenkassen ihre Position zunächst nicht revidieren sollten. Die Station hat nach Einschätzung von Brand “zweifelsfrei eine überregionale Bedeutung” zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung. Bei einer Schließung stünde im Umkreis von 100 km kein spezialisierter Ansprechpartner mehr zur Verfügung. „Bei Frühchen ist für Mutter und Kind sehr schnelle Hilfe gefordert, diese Lebensrettung und die erfolgreiche Arbeit am Klinikum dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Brand bekräftigte darüber hinaus: “Wir werden dem Gemeinsamen Ausschuss wie auch den Krankenkassen deutlich signalisieren, dass diese ohnehin sehr umstrittene Neuregelung nochmals überdacht und auch korrigiert werden muss.” Insbesondere kritisierte Brand als “völlig überzogen” die nun mehr als doppelt so hohe Zahl, die der GA als Kriterium für “ein solch wichtiges Zentrum für die Eltern in der Region und die Frühchen am Ende festgelegt hat.” Bekanntlich war die bisherige Zahl von 14 Frühgeburten auf nun 30 erhöht worden. Die Station im Klinikum Fulda liegt weit über diesen bislang geltenden Zahlen. Brand betonte, dass es “bei den Überlegungen zur Neuordnung nicht um reine Quantität, sondern vor allem um Qualität gehen muss”.

Brand sagte dem Klinikum und den Betroffenen zu, “dass wir hier hartnäckig auf Änderung drängen. Eine rein bürokratisch festgelegte Zahl wird dem Thema nicht gerecht; es geht schließlich um Kinder in einer großen Region, die Gott sei Dank auch noch mehr Geburten hat als die meisten Regionen in Deutschland.” Zudem sei die Arbeit des Zentrums in Fulda “wirklich vorbildlich, und es gibt sogar die immer geforderte Kooperation. Wenn Fulda und Bad Hersfeld sich hier zusammen gefunden haben, dann ist auch dies vorbildlich. Und seit Jahren liegen die Zahlen des Zentrums deutlich über dem Durchschnitt, was bedeutet: Hier wird vielen Müttern und deren Frühgeburten ein gesundes Leben des Babys erst ermöglicht”, so Brand.

Diese wichtige Einrichtung mit dieser auch überregional starken Bedeutung kann nicht durch praxisferne Beschlüsse binnen weniger Wochen zu gemacht werden”, machte Brand deutlich. Er sei mit Bundes- und Landesregierung in engem Kontakt, “um bei allem Respekt für die Selbstverwaltung hier eine offenkundige Fehlentwicklung zu korrigieren.”

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