Hilders. Die Wichtigkeit des Schulstandorts Hilders hat Landrat Bernd Woide betont. Der Landkreis Fulda wolle Hilders als Schulstandort erhalten und weiterentwickeln. Auch außerhalb der Stadtregion Fulda müsse es moderne Bildungseinrichtungen geben „Wir können dies aber nur gemeinsam mit den Schulgemeinden vor Ort tun.“ So betrachtet stelle die Erweiterung der Turnhalle der Mittelpunktschule nur einen vorläufigen Abschluss dar. Landrat Woide unterstrich, dass die um ein drittes Spielfeld erweiterte Schulturnhalle über den Schulsport hinaus den Sportvereinen im Ulstertal kostenlos zur Verfügung stehe. An dieser Form der Vereinsförderung, die angesichts der angespannten Haushaltslage nicht überall in Hessen selbstverständlich sei, werde der Landkreis Fulda auch in Zukunft festhalten. Die Mittel aus dem Konjunkturprogramm hätten es ermöglicht, Geld gleich in mehrfacher Hinsicht gewinnbringend einzusetzen, sagte Woide und verwies darauf, dass alle Aufträge im Rahmen der Schulbaumaßnahme in Hilders an heimische Unternehmen gegangen seien.
Die Erweiterung der Turnhalle war notwendig geworden, da in den vergangenen Jahren im erheblichen Umfang Sportunterrichtsstunden ausfallen mussten. Im Zuge der Baumaßnahme wurde das bestehende Gebäude in nordwestlicher Richtung um ein drittes Spielfeld erweitert und gleichzeitig energetisch saniert. Dies beinhaltete neben einer kompletten Erneuerung des gesamten Hallenbodens insbesondere den Einbau einer Fußbodenheizung und neuer Fenster sowie einen Vollwärmeschutz für die Außenfassade. Die Baukosten beliefen sich auf 885.000 Euro.
Hinzu kamen noch einmal 20.000 Euro für die Ersteinrichtung. Der Stellvertretende Schulleiter der Mittelpunktschule, Manfred Güth, bedankte sich beim Landkreis für die immer wieder bewiesene Bereitschaft, in die räumliche Ausstattung seiner Schulen zu investieren. So sei aus dem zunächst geplanten Turnhallenanbau in Hilders fast eine neue Sporthalle geworden, was es der Mittelpunktschule ermögliche, ihren Ansprüchen im Hinblick auf Bewegung und Gesundheit noch besser gerecht zu werden. Auch Schulamtsdirektorin Gabriele Atzler bestätigte, dass die Schulen im Landkreis Fulda hervorragend in Schuss seien. Speziell der Mittelpunktschule bestätigte sie „Wohlfühl-Charakter“.
Vor der symbolischen Schlüsselübergabe an Landrat Woide und Stellvertretenden Schulleiter Güth führte Architekt Volker Assel aus, dass man sich ungeachtet der beengten Platzverhältnisse um ein attraktives Erscheinungsbild für die erweitere Schulturnhalle bemüht habe. Als „krönenden Abschluss der Baumaßnahme“ bezeichnete er die Kletterwand. Bürgermeister Hubert Blum zeigte sich hocherfreut, dass ein lang gehegter Wunsch im Ulstergrund in Erfüllung gegangen sei. Nicht nur der Schulstandort werde gestärkt, sondern auch 21 Sportvereine alleine aus der Marktgemeinde Hilders, davon 13 mit Jugendabteilungen, würden profitieren.