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Friseure der Region Fulda helfen Erdbeben-Opfern in Haiti

Fulda. Die Lage der Menschen in Haiti ist auch Monate nach dem Erdbeben katastrophal. Die jüngsten Berichte über den Ausbruch der Cholera und die weiterhin außerordentlich schwierige Lage der Bevölkerung bezüglich der allgemeinen Versorgung und der Unterkünfte hat das Friseurhandwerk in Hessen zu einer groß angelegten Solidaraktion veranlasst. Alle Mitgliedsbetriebe der Friseur-Innungen in Hessen sind aufgerufen, die Kunden um Münzen zu bitten, die durch die Einführung des EURO nicht mehr als Zahlungsmittel direkt verwendet werden können. „Es war für uns klar, dass wir unseren Mitgliedsbetrieben die Teilnahme an der Aktion ans Herz legen“, so Michael Weber, Obermeister der Friseur-Innung Fulda. „Gerne haben wir die Idee des Landesinnungsverbandes des hessischen Friseurhandwerks aufgegriffen“, ergänzt sein Stellvertreter Stefan Otterbein. Gemeinsam mit der Entwicklungsorganisation Terra Tech Förderprojekte e. V. wird die Aktion durchgeführt.

Mit dem „wertlosen Urlaubsrestgeld“ soll der Wiederaufbau einer Schule in Haiti unterstützt werden. Terra Tech Förderprojekte e. V. aus Marburg ist seit Januar 2010 in Haiti im Einsatz und hat unter anderem 50.000 Menschen in einem Flüchtlingslager medizinisch betreut. Die Einrichtung hat in den letzten 25 Jahren 350 Projekte weltweit betreut und darf ein anerkanntes Spendensiegel verwenden.

Zum Sammeln der Schlafmünzen geben die Friseurbetriebe ihren Kunden Sammeltütchen mit und bitten die Kunden, die zuhause noch vorhandenen Münzen beim nächsten Friseurbesuch wieder mitzubringen. Gemeinsam mit Eberhard Völzing, Vorstandsmitglied von Terra Tech Förderprojekte e. V. (1. von links) stellten sich der stellvertretende Obermeister Dimitri Slabowski, Geschäftsführerin Heeder-Himmelreich vom Landesinnungsverband, Obermeister Michael Weber, stellvertretender Obermeister Stefan Otterbein und Landesinnungsmeister Ralph Limbacher dem Fotografen.

Die Führungscrew des Fuldaer Friseurhandwerks ist davon überzeugt, dass die enge Kundenbindung und die zwischenmenschlichen Kontakte in den Friseursalons eine ideale Ausgangsbasis bieten, das Hilfsprojekt positiv voranzutreiben. Völzing versicherte, dass die gesammelten Währungen aufgrund des internationalen Netzwerkes seiner Organisation ohne Verwaltungskosten eingetauscht werden.

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