Serie. Am 14. Dezember ist der Gedenktag des Hl. Johannes vom Kreuz. Im Jahre 1542 wird Juan de Yepes, wie er von Hause heißt, in Westspanien geboren. Er stammte aus einer verarmten Adelsfamilie. Nach dem frühen Tod des Vaters kam der Junge in ein Waisenhaus und wurde im Kirchen- und Spitaldienst eingesetzt.
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Da er sich zur Erlernung eines Handwerks nicht eignete, seine hohe Intelligenz jedoch erkannt wurde, durfte er mit 17 Jahren die Jesuitenschule besuchen. 1563 trat Johannes in den Karmel ein und erhielt den Beinamen „vom Kreuz“. Gefördert wurde er von Don Alvarez di Toledo und studierte an der berühmten Universität von Salamanca.
Zum Priester geweiht findet die erste Begegnung mit der großen Teresa von Avila statt. Immer auf der Suche nach der echten Gottesbegegnung trat Johannes dem Orden der Unbeschuhten Karmeliter bei und nahm die erste Klostergründung vor. In Avila wird er Beichtvater der Karmelitinnen.
Teresa hatte sofort in ihm den Heiligen erkannt. Als Reformer wird er verurteilt, gefangen genommen und in Haft nach Toledo geführt. Man verbietet ihm, die Hl. Messe zu zelebrieren und die Heilige Kommunion zu empfangen. Er ist dem Tode nahe – aber er betrachtet diese Zeit der Folter als Läuterungsweg.
Durch eine Eingebung der Mutter Gottes findet er den Fluchtweg aus der Haft. Im Todesjahr der Hl. Teresa 1582 wird Johannes Prior in Granada. Dort war noch ein starker maurischer Einschlag vorhanden und er kann überaus segensreich als Seelsorger und Beichtvater wirken.
Arm wie ein Bettler ging er auf Visitationsreise, um seine Klöster zu besuchen. Als ein neuer Provinzial gewählt wird, der dem Gedankengut des Johannes nicht folgen kann, muss dieser als Prior nach Segovia. Johannes zieht sich in die Einsamkeit zurück und sagte damals von sich… „man hat mich weggeworfen wie einen alten Lumpen“.
Aber er trug sein Kreuz. Man wollte ihn sogar loswerden und als Missionar nach Mexiko schicken, aber ein Fußleiden verhinderte dies. Als er am 14. Dezember 1591 durch einen ruhigen, heiligen Tod von seinem Leiden erlöst wird, verbreitete sich köstlicher Rosenduft in der Zelle. Nun erkannte auch der irregeleitete Prior, dass ein Heiliger unter ihnen geweilt hatte. Der Leib des Hl. Johannes vom Kreuz wurde in Segovia beigesetzt und ist bis heute unverwest. 1726 wurde er heilig gesprochen.
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