Serie. Am 17. Dezember ist der Namenstag des Hl. Sturmius. Der Heilige Bonifatius brachte den Jüngling, Sohn eines bayrischen Edlen, um 735 von seiner 1. bayrischen Reise mit. Der Name Sturmius ist wohl ganz wörtlich zu nehmen – er bedeutet: Stürmer, Kämpfer.
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Er wurde in Fritzlar von Abt Wigbert ausgebildet. Um 740 wurde er zum Priester geweiht. Er war zuerst für Bonifatius als Glaubensbote in Hessen tätig. Durch seine Demut und Sanftmut gewann Sturmius bald die Zuneigung der Menschen. Im Auftrag des Hl. Bonifatius war er auf der Suche nach einem geeigneten Platz für die Gründung eines Klosters. Den Platz, den er fand, ist der Ort, wo sich heute Fulda befindet.
744 entstand das Kloster, das unter dem Abt Sturmius zu einem Hort echten monastischen Geistes wurde. Wissenschaft, Kunst und Kultur wurden hier gleichermaßen gepflegt, bedeutende Mönche, Priester und Bischöfte gingen daraus hervor. Vor seiner Ernennung zum Abt des Klosters, sandte ihn Bonifatus nach Italien auf den Monte Cassino, um dort die echte benediktinische Klosterordnung zu erlernern.
Nach seiner Rückkehr erhielt das Kloster Fulda im Jahre 751, das damals noch „Buchenwald“ hieß, von Papst Zacharias die Exemption, d. h. die unmittelbare Unterstellung unter den Heiligen Stuhl. Dieses Privileg hatte jedoch schwere Auseinandersetzungen mit Erzbischof Lullus von Mainz zur Folge.
Sturmius wurde für 2 Jahre in die Verbannung geschickt, bis sich mehrere Abordnungen aus Fulda bei König Pippin für seine Begnadigung einsetzten. Auch mit Lullus fand schließlich eine Aussöhnung statt. Schon bald nach seiner Rückkehr stiegen Ruf und Ansehen des Klosters Fulda gewaltig an.
Reiche Gaben von allen Seiten flossen ihm zu, sein Besitz weitete sich aus über Thüringen, Bayern, Westfalen – ja bis an die Nordsee. Sturmius gründete eine Klosterschule, die bald dieselbe Berühmtheit erlangen sollte, wie die von St. Gallen in der Schweiz. Pippin und auch Karl der Große blieben den Benediktinern von Fulda fortan aufs äußerste gewogen.
Karl betraute Sturmius ausdrücklich mit der Bekehrung der Sachsen, von denen er die christlich Gewordenen in und um Fulda ansiedelte. Beim Tode des Hl. Sturmius umfasste das Kloster Fulda über 400 Mönche. Am 17. Dezember 779 starb Sturmius und er wurde in der Klosterkirche begraben. Im Jahre 1139 wurde der Gründerabt heilig gesprochen. Dargestellt wird der Heilige mit Kirchengrundriss, Abtsstab und Regelbuch.
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