Flieden. Zu ihrer jüngsten Sitzung hatte die SPD-Fraktion Flieden den in der DRK-Ortsvereinigung  und Bereitschaft Flieden aktiv engagierten Dominik Ruffing eingeladen, der das auf ehrenamtlicher Basis beruhende Voraushelfer-System im Rettungsbereich für die Großgemeinde Flieden als Ergänzung zum bestehenden Rettungswesen den anwesenden Fraktionsmitgliedern im Beisein von Bürgermeister Winfriede Kreß (SPD) vorstellte. „Die Voraushelfer-Einheit Flieden des Deutschen Roten Kreuzes –Ortsvereinigung und Bereitschaft Flieden- wird bei einem akuten medizinischen Notfallereignis parallel zum Rettungsdienst (Notruf 112) alarmiert, wenn dieser nicht nach der gesetzlich geregelten Hilfsfrist vor Ort sein kann“, führte Ruffing aus und betont, dass diese ergänzenden auf freiwilliger ehrenamtlicher Basis beruhenden Einsätze schon andernorts erfolgreich Leben gerettet habe. Die ehrenamtlich tätigen qualifizierten Voraushelfer leisten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erste wichtige Versorgungsmaßnahmen.
Ruffing führte weiter aus, dass es sich bei dem Voraushelfer-System um eine eigenständige Gruppe handelt, welche sich unter dem Dach der DRK-Ortsvereinigung und Bereitschaft Flieden ansiedelt. Damit sind alle organisatorischen und versicherungstechnischen Voraussetzungen erfüllt, um fast kostenneutral immer dann zum Einsatz zu kommen, wenn in Gemeinden mit großen Flächen und weiten Wegen der originäre Rettungsdienst sein gesetzlich anvisiertes Eintreffen nach 10 Minuten ab Alarmierung nicht einhalten kann.
Durch eine größere Spende, gute Preisnachlässe bei einem Aussteller der RETTMOBIL in Fulda und die Kooperation mit den Rettungsdiensten auf Kreisebene hält sich der Finanzbedarf, welcher seitens der Gemeinde aufzubringen ist, in vertretbaren Grenzen. Laut Herrn Ruffing benötige man lediglich drei- bis viertausend Euro, um eine einsatzfähige Voraushelfer-Gruppe für Flieden auf finanziell solide Füße zu stellen. Durch die enge und kooperative Zusammenarbeit mit den regulären Rettungsorganisationen auf Kreisebene halten sich die laufenden in einer zu vernachlässigenden Größenordnung.
Die Voraushelfer verfügen über eine in speziellen Richtlinien festgelegte Notfallausrüstung, um vor Ort qualifizierte Erste-Hilfe leisten zu können. Darüber hinaus müssen Voraushelfer eine medizinische Ausbildung vorweisen und werden jährlich geschult und weiter gebildet.
„Wir versehen uns nicht als Ersatz des Rettungsdienstes, sondern leisten lediglich qualifizierte erste wichtige Versorgungsmaßnahmen bis zum Eintreffen des jeweiligen Rettungsmittels“, hebt Herr Ruffing am Ende seiner Ausführung noch einmal besonders hervor. Nachdem die Fraktion einhellig überzeugt den anwesenden Bürgermeister Kreß um eine rasche positive Entscheidung und Bereitstellung der entsprechenden Finanzmittel bat, sicherte dieser dies nach Vorlage einer detaillierten Auflistung des Finanzbedarfs seitens der Voraushelfer-Gruppe spontan zu.
„Gesundheit ist unser höchstes Gut, so Kreß wörtlich, „da bin ich mir bei diesen bescheidenen Finanzmitteln zur Anschubfinanzierung  einer breiten Zustimmung im Gemeindevorstand sicher. Fraktionsvorsitzender Winfried Möller dankte Herrn Ruffing als Sprecher der Voraushelfer -Gruppe  für seinen fachlichen Vortrag und sagte ihm namens der SPD-Fraktion weiterhin die vollste Unterstützung zum erfolgreichen und nachhaltigen Fortbestand seiner ehrenamtlichen Voraushelfer-Gruppe zu.

