Grossenlüder-Mus. Am kommenden Sonntag, 22. August, ist die Ausgrabungsstätte bei Großenlüder-Müs von 10.00 bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet. Die Ausgrabungen, in deren Mittelpunkt die Untersuchung eines Eisenschmelzplatzes aus dem 15./16. Jahrhundert steht, geben einen Einblick in die frühe Industriegeschichte Osthessens. Neben der Schlackenhalde und dem Umfeld des Schmelzofens können auch zahlreiche Fundstücke besichtigt werden. Dazu zählen Gefäßreste, Erze sowie Schlacken- und Luppenstücke, die einen Eindruck von der Technik der Erzschmelze und dem Leben der Hüttenleute vermitteln. Den ganzen Tag über stehen den Besuchern Archäologen für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung. Um 10.30, 13.00 und 15.30 Uhr finden Führungen statt, bei denen Hohlwege, Bergbauspuren und Meilerplätze in der Umgebung aufgesucht werden.
Für Verpflegung wird gesorgt. Mit dem Erlös wird die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unterstützt. Die Ausgrabungsstätte liegt im Tal der Altefeld. Etwa 200 Meter hinter dem Ortsausgang von Müs in Richtung Stockhausen führt bei einem kleinen Wasserhäuschen ein schmaler asphaltierter Weg rechts von der Hauptstraße in das Tal der Altefeld hinab. Zunächst muss eine Brücke passiert werden, bevor nach etwa 200 Meter ein Feldweg nach links in den Wiesengrund abbiegt. Dieser führt direkt zu Ausgrabungsstätte.

