Fulda, Weimar (cif). Nachdem im Frühsommer die Auszubildenden und Jahrespraktikantinnen bzw. Praktikanten der Caritas mit polnischen ehemaligen KZ-Insassen zu einem Zeitzeugengespräch im Fuldaer Caritas-Haus zusammen gekommen waren, hatte Diözesancaritasdirektor Dr. Markus Juch angesichts des positiven Echos der jungen Mitarbeiter auf diese Gesprächsrunde angeregt, diesen Exkurs in einen dunklen Abschnitt der deutschen Vergangenheit mit einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald in Thüringen zu ergänzen. Nachdem die Mitarbeitervertretung (MAV) diesen Ausflug organisiert hatte, konnte man jetzt mit 18 Personen – Auszubildenden aus drei Jahrgängen, zwei Jahrespraktikantinnen, MAV-Vertreterin Carola Müller, den beiden Ausbildungsverantwortlichen des Verbandes, Werner Jahn und Christoph Hosenfeld, sowie Caritasdirektor Dr. Juch – den Besuch in Buchenwald durchführen.
Die jugendlichen Caritas-Mitarbeiter zeigten sich von der Führung durch das Arreal des KZ mit dem Gang über das ehemalige Lagergelände, der Besichtigung der Arresteinzelzellen sowie des Krematoriums tief bewegt. Selbst mit dem Abstand von mittlerweile mehr als 65 Jahren schlage – so formulierte es eine der Auszubildenden – das Gehörte und Gesehene einem noch heute regelrecht auf den Magen. In Erinnerung an diesen gemeinsamen Geschichts-Ausflug überrreichte Christoph Hosenfeld im Namen der Initiatoren jedem der jungen Teilnehmer ein autobiografisches Buch des Franzosen Jacques Lusseyran, der trotz seiner Blindheit aktiver Widerständler und einige Zeit in Buchenwald arrestiert war.
Der anschließende Besuch in der Innenstadt von Weimar sollte, so formulierte es Dr. Markus Juch, den Ausflug versöhnlich abrunden und den Auszubildenden auch die andere Seite dieser bedeutenden Kulturstadt und Heimat Schillers und Goethes vermitteln.Nach dem gelungenen Ausflug soll eine solche „Exkursion mit Lehrkomponente“ zukünftig regelmäßig für die jungen Mitarbeiter der Caritas im Rahmen ihrer Ausbildung angeboten werden.

