Wirtschaft. In diesem Jahr wird das reale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in der Region FrankfurtRheinMain voraussichtlich 2,7 Prozent betragen. Besonders der Arbeitsmarkt profitiert von der soliden Wachstumsentwicklung. Nach Hochrechnungen des IHK-Forums Rhein-Main soll bereits 2007 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 1,9 Prozent steigen. Dies entspricht einem realen Zuwachs von 37.000 Stellen.
2008 soll sich das Wirtschaftswachstum fortsetzen, allerdings mit etwas weniger Schwung als in diesem Jahr. Erwartet wird ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent, das damit etwas höher als der Bundesdurchschnitt (1,9 Prozent) liegen wird.
3000 Unternehmen antworteten auf die Frage nach den eigenen Beschäftigungsplänen für das kommende Jahr. Ableiten ließ sich daraus ein weiterer Beschäftigungszuwachs von 0,9 Prozent oder absolut 18.000 zusätzlichen Stellen. Beschäftigungsmotor der Region ist und bleibt dabei der Dienstleistungssektor, in dem allein mit über 14.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen zu rechnen ist.
„2008 wird die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erstmals seit der Rezession Anfang des Jahrtausends im Jahresdurchschnitt wieder die zwei Millionen-Grenze überschreiten“, konstatiert Hartwig Rohde, Geschäftsführer des IHK-Forums Rhein-Main und ergänzt: „Die positive Beschäftigungsentwicklung ist nicht nur auf das anhaltende weltwirtschaftliche Wachstum zurückzuführen. Die Konsolidierungsanstrengungen der Unternehmen, die moderate Lohnpolitik in den vergangenen Jahren und auch die Reformen der Agenda 2010 haben hierbei maßgeblichen Anteil.“
Der Fachkräftemangel entwickelte sich allerdings immer stärker zu einem Wachstumshemmnis für die Unternehmen. Insgesamt könnten 31,4 Prozent der Unternehmen in der Region offene Stellen nicht besetzen. Der Mangel an geeigneten Bewerbern zeigt sich in nahezu allen Branchen. Gesucht seien vor allem Ingenieure, Fachkräfte für kaufmännische Berufe, Serviceberufe und IT-Fachleute.