Fulda. Husten, Heiserkeit und Halsweh – bei nasskaltem Spätherbstwetter haben Erkältungsviren Hochsaison. Doch während diese grippalen Infekte in der Regel eher harmlos verlaufen, ist mit der echten Grippe – der Influenza – nicht zu spaßen. Denn die Influenza-Viren können eine schwere Erkrankung mit hohem Fieber und lebensgefährlichen Komplikationen auslösen. Mit einer Grippeschutzimpfung kann man sich entsprechend schützen.
Fotos (3): Max Colin Heydenreich
Dr. Stefan Kortüm, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, empfiehlt diese Impfung insbesondere chronisch Kranken, Senioren und allen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Personen haben. Er weist darauf hin, dass jährlich in Deutschland mehr Menschen an einer „normalen“ Grippewelle sterben als im Straßenverkehr.
Auch Gesundheitsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld hat sich für die Schutzimpfung entschieden. „Sie tut kaum weh und ich schütze mich damit nicht nur selbst, sondern auch die Familie, Kollegen und andere Menschen vor Ansteckung“, so Wingenfeld.
„Die Schutzimpfung gegen Influenza gehört zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen“, betont Dr. Kortüm. „Wir impfen abgeschwächte Influenza-Viren, so dass der Körper danach Antikörper bildet.“ Der Schutz setzt laut Kortüm etwa zwei Wochen nach der Impfung ein und hält dann bis zu acht Monate an. Da sich das Grippevirus dauernd verändert, muss man sich jedes Jahr neu impfen lassen. Der Impfstoff wird für das jeweils aktuelle Influenza-Virus hergestellt.
„Wir impfen vorzugsweise in den Monaten Oktober und November. Im Falle einer drohenden Grippewelle ist eine Impfung aber auch noch später möglich und sinnvoll“, ergänzt der Amtsarzt. Die Kosten für die Impfung werden von den meisten Krankenkassen übernommen. Wer selbst zahlen muss, sollte mit Kosten in Höhe von rund 20 Euro rechnen.
Impfen lassen kann man sich beim Hausarzt oder beim Kreisgesundheitsamt. Dort gibt es weitere Informationen unter der Rufnummer 0661/6006-648.