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Gedenkstunde und Kranzniederlegung in Burghaun

071112_burghaun.jpgBurghaun. Zur Erinnerung an die Zerstörung der Synagoge in Burghaun legten der Vorsitzende der Gemeindevertretung Norbert Herr und Bürgermeister Alexander Hohmann an der Gedenktafel im Schlosshof am 10. November 1939 einen Kranz nieder.

Bürgermeister Hohmann wie in seiner Ansprache darauf hin, dass an diesem Tag, der der Ausgangspunkt der Ermordung und Vertreibung besonders der jüdischen Mitbewohner aus Burghaun war, auch aller jüdischen und sonstigen Opfer von Gewalt, Krieg und Vertreibung gedenken wolle. Aus diesem Grund empfinde er es auch als richtig, dass auf der Grundlage eines aktuellen Beschlusses der Gemeindevertretung nun immer am 10. November eines jeden Jahres eine Gedenkstunde in Burghaun stattfinde.

„Es geht uns nicht um Schuld oder Schuldzuweisung. Wir wollen und müssen verstehen lernen, wie Politik und Gesellschaft so völlig entgleisen können, dass sie Menschen zu unvorstellbar, grausamen und menschenverachtenden Handlungen anleiten. Denn nur aus dem Verstehen und Erkennen heraus entstehen Handlungsanweisungen für uns – hier und heute und in Zukunft“, so Bürgermeister Hohmann. Um diesen Erkenntnisprozess zu unterstützen und immer wieder neu zu initiieren, erinnere man nun offiziell an diesem Tag im November den jüdischen Opfern aus Burghaun.

Nach der Kranzniederlegung schilderte Elisabeth Sternberg den anwesenden Mitgliedern von Gemeindevorstand und Gemeindevertretung sachkundig, wie sich die Zerstörung der Synagoge in Burghaun im Jahre 1939 abgespielt hatte, die später durch Ermordung und Vertreibung zur völligen Vernichtung des jüdischen Lebens in Hünfeld und dem Hünfelder Land geführt hatte.

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