Written by 2:30 Alle Nachrichten, Politik & Wirtschaft

Arbeiten am neuen Hackgut- und Schredderplatz in Burghaun haben begonnen

100622_burghaun1Burghaun. Am Montag begannen offiziell die Bauarbeiten für den neuen Hackgut- und Schredderplatzes in Burghaun. Gemeinsam mit Elmar Herget vom beauftragten Büro Herget & Wienröder und Joachim Lohfink von der Baufirma Lohfink aus Eiterfeld ließ sich Bürgermeister Hohmann die Planungen vorstellen, bevor man anschließend den offiziellen 1. Spatenstich vornahm.

Den nun beginnenden Arbeiten war ein langer Planungs- und Genehmigungsprozess vorausgegangen. Nachdem klar war, dass im November 2008 die Deponie im Burghauner Ortsteil Rothenkirchen still gelegt werden musste, erging im Satzungsbeschluss über einen neuen Schredderplatz in Burghaun.

Für den Bebauungsplan und die Planung dieses Platzes wurde das Büro Herget & Wienröder beauftragt. Die Auftragsvergabe für die Bauausführung erfolgte an die Firma Lohfink bereits im Juni des vergangenen Jahres. Da jedoch die Notwendigkeit einer BImSch-Genehmigung bestand, musste ein umfangreicher Antrag im Oktober 2009 gestellt werden. Die Genehmigung wurde dann allerdings erst im Mai 2010 durch das Regierungspräsidium Kassel erteilt. Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich insgesamt auf 150.000,- €.

Hintergrund der neuen Anlage ist die Schaffung eines gemeindlichen Kreislaufssystems zur Energiegewinnung und zur Beheizung kommunaler Gebäude auf der Basis nachwachsender Energieträger. In der Gemeinde anfallende Biomasse soll einer energetische Verwertung vor Ort zugeführt werden

Anlieferungspartner werden neben gewerblichen Betrieben vor allem die privat Haushalte aus der Gemeinde sein. Nach der Trennung des Materials wird dieses zerkleinert (gehackt) getrocknet und eingelagert. Dies geschieht durch ein ortsansässiges Unternehmen, welches anschließend die Hackschnitzel an die entsprechenden Heizanlagen transportiert. Diese stehen unter anderem in der Haune Halle und am Bauhof/Feuerwehr in Burghaun oder zukünftig auch im DGH in Steinbach.

„Bisher ungenutzte Biomasse aus der Gemeinde wird auf diesem Weg zukünftig einer CO2-neutralen Nutzung zugeführt und energetisch genutzt. Die Beheizung kommunaler Gebäude durch Hackschnitzelheizungen ist ökologisch sinnvoll und deutlich wirtschaftlicher als die bisherigen Heizungsanlagen mit Brennstoffen auf fossiler Basis“, so Bürgermeister Alexander Hohmann.

Der neue Hackgut- und Schredderplatz ist rund 5.000 qm groß, wobei zunächst ca. 2.000 qm als Lagerflächen befestigt werden. Das Gelände ist vollständig eingefriedet. In der Mitte befindet eine asphaltierte zentrale Zufahrt. Für die Entsorgung von Grasschnitt oder Laub stehen Containerflächen mit Rampen zur Verfügung. Grasschnitt und Laub werden gesondert durch eine Fachfirma entsorgt. Bereits Ende Juli/ Anfang August 2010 soll der neue Platz fertig gestellt sein.

Die Öffnungszeiten des Platzes sind bislang auf: freitags von 16.00-18.00 Uhr und samstags von 10.00-12.00 Uhr festgelegt. Bis zur Fertigstellung des Platzes im August diesen Jahres wird jedoch über eine Ausweitung der Öffnungszeiten nachgedacht.

Visited 3 times, 1 visit(s) today
Close