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„Kommunikation beginnt immer bei uns selbst“ – Spannender Workshop mit Achim Weimer in der Sternwarte Feldatal

091118_ConsultVogelsberg. Interessante Erkenntnisse in einem spannenden Workshop an einem einzigartigen Ort: dies alles wurde 20 Unternehmerinnen und Unternehmern auf Einladung der Vogelsberg Consult GmbH (VBC) und des Gewerbevereins Feldatal geboten. In der Sternwarte Stumpertenrod begrüßte Diplom-Kaufmann Matthias Steckenreuter – bei der VBC für die Qualifizierungsoffensive zuständig – Achim Weimer, einen ausgebildeten Theaterschauspieler, dessen Spezialität es ist, mit seinen Kenntnissen Chefs und Manager im Alltag, im Verkauf, im Verhandeln erfolgreicher zu machen. Wie geht das? „Indem wir immer bei uns selbst anfangen, wenn wir kommunizieren“, sagt Achim Weimer, Gründer und Leiter des deutschlandweit auftretenden „TINKO Unternehmenstheaters Gießen“.

Nur wer „bei sich ist“ und es auch bleibe, signalisiere seinem Gegenüber – sei es ein Chef, ein Angestellter, ein Kunde oder ein Vertragspartner – Stärke, Klarheit und Gelassenheit. Nur, wenn ich bei mir selbst zunächst einmal „angekommen“ bin, wisse der Gesprächspartner, dass ich es ernst meine. Und erst wenn ich „mir meiner sicher bin“, könne ich auch die Einfühlung in die Welt des Anderen aufbringen, die die Kommunikation erst gelingen lasse.

Die Körpersprache mache fast 90 Prozent der Kommunikation aus, sagt Weimer. „Während wir überlegen, was wir jetzt am besten sagen, hat der Körper schon gesprochen.“ Und da sei es eben entscheidend, ob wir Angriff, Verteidigung, Rückzug, Dichtmachen oder Offenheit, Lockerheit und Sicherheit signalisieren. Die beste Argumentation nütze also nichts, wenn sie nicht mit der ganzen Person, und das sei nun mal der Körper, auch wirklich vertreten werde. Wer seine Körpersignale kenne und sie gezielt einzusetzen verstehe, der mache seine Verhandlungen und seine Verkaufsgespräche nachweislich erfolgreicher. Dies gelte im Übrigen auch im privaten Bereich.

Die Teilnehmer konnten nach dem erkenntnisreichen und humorvollen Vortrag anhand von selbst inszenierten Gesprächssituationen und Beispielen erfahren, wie der Körper in vielen Situationen „Signale“ sendet und wie durch bestimmte Haltungen, Gesten oder Mimik, der Verlauf eines Gesprächs beeinflusst wird. Sich dieses Wissen im Verkaufs- oder Beratungsgespräch zu Nutze zu machen, bedeutet für Achim Weimer nicht, dass das Gegenüber „manipuliert“ werden soll. Es gehe ihm aber um die Schärfung des Bewusstseins dafür, wie „man“ in welchen Situationen auf andere wirkt, wie man überzeugender und klarer kommuniziert und wodurch Schwierigkeiten oder Missverständnisse mit einfachen Mitteln vermieden werden können.

Feldatals Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus hatte die Teilnehmer in der Sternwarte begrüßt. Stolz berichtete er über die entstandene Dimension und die deutschlandweit in der Fachwelt und bei interessierten Laien mittlerweile sehr bekannte Einrichtung in Stumpertenrod. Die Kosten von 330.000 Euro habe die Gemeinde nur schultern können, weil die Europäische Union über LEADER die Hälfte beigesteuert habe und eine „enorme Spendenbereitschaft“ bestehe. Offhaus rechnet mit 2000 Besuchern in diesem Jahr. Der Bürgermeister warb dafür, den schönen Raum auch für externe Veranstaltungen zu nutzen – kurzfristige Buchungen sei unbürokratisch möglich.

Matthias Steckenreuter machte in der Veranstaltung erneut Werbung für den „Qualifizierungs-Scheck“. Mit ihm können Arbeitnehmer sich einen 500-Euro-Scheck als Anteil zur einer Weiterbildungsmaßnahme abholen. Voraussetzung ist eine Beratung, die Steckenreuter als Qualifizierungsbeauftragter des Vogelsbergkreises selbst durchführt. Kontakt: Vogelsberg Consult, Telefon 06631 / 9616-0.

Foto: Vogelsberg Consult

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