Fulda. „Unsere Stadt hat Aufenthaltsqualität für alle Generationen.“ Dies betonte Fuldas Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel (CDU) im ÜWAG-Kundenzentrum bei einem Aktionstag zur Mediana-Ausstellung „Lebensfreude im Mehrgenerationenhaus“. Die informationsreiche Präsentation, die MGH-Leiter Markus Otto und sein Team realisiert haben, ist bei der ÜWAG bis 21. November zu sehen.
Fotos (2): Mediana

Dippel ging auf die kommunalen Angebote für die verschiedenen Altersgruppen ein und hob hervor, dass Fulda von seiner Einwohnerzahl her die viertjüngste Stadt Hessens sei, was mit Blick auf die Zukunft ein gutes Zeichen darstelle. „Außerdem haben wir nach wie vor die höchste Ausbildungsquote in diesem Bundesland“, sagte der Bürgermeister. Er verbindet Fuldas fünf Buchstaben nach eigenen Angaben mit den Begriffen „freundlich, unverwechselbar, liebenswert, durchsetzungsfähig und aufgeschlossen“.
Die Stadt sei nicht problemfrei, habe aber eine Sogwirkung, was die fast 5000 Studentinnen und Studenten der Hochschule sowie die über 300000 Fulda-Besucher pro Jahr dokumentierten. Im städtischen Leben seien nicht zuletzt die älteren Menschen ein wichtiger Faktor, und dem werde im Stadtschloss Rechnung getragen. Aktive Senioren entschieden sich beispielsweise für bürgerschaftliches Engagement und könnten sich mit Fingerspitzengefühl auch dort einbringen, wo Eltern überfordert seien. Dippel würdigte das Ausbildungsnetzwerk „Paten und Partner“, das eine Brücke zwischen Älteren und Jüngeren bilde. Zudem erklärte er: „Einrichtungen wie das Mehrgenerationenhaus Josefsgarten sind nur zu loben, und es ist gut, dass Fulda und die Region auch diesbezüglich mithalten können.“ Der Bürgermeister bekannte sich zum Wettbewerb der sozialen Träger, zu deren Vielfalt Mediana beitrage.
Zu Beginn hatte ÜWAG-Prokurist Bernhard Herber vor allem Willi, Irmgard und Markus Kropp von der Mediana-Gesellschafterfamilie begrüßt und ihnen engagiertes Handeln im Sinne der Region attestiert. Im zweiten Referat des Abends sprach Jens Czapek, Heimleiter des Pflegestiftes Mediana, zum Thema „Ist jetzt Morgen oder Abend? – Lichtkonzepte in der modernen Seniorenbetreuung“. Er informierte über Demenz und skizzierte, wie durch den zusätzlichen, gezielten Einsatz von Kalt- sowie Warmlicht die Unruhezustände bei Betroffenen reduziert würden und ihr Wach-/Schlafrhythmus gestärkt werde.
Für musikalische Akzente bei der Abendveranstaltung sorgten die Geschwister Katharina, Silas und Marit Neuhof aus Schlitz mit klassischen Klängen. Am Rande der Zusammenkunft teilte Mediana/Seniana-Geschäftsführer Hans-Karl Diederich mit, dass Wohnstift und Pflegestift im Zuge des Miteinanders der Generationen bald eine gemeinsame, offizielle Kooperation mit der Heinrich-von-Bibra-Schule eingehen werden.